Teamzone

Die Berlin Rebels gewinnen das dritte GFL-Hauptstadtderby in Folge, diesmal mit 49:26. 3448 Zuschauer sahen bei sommerlichen 29°C im Berliner Poststadion eine, insgesamt gesehen, doch recht einseitige Partie.

Der hohe Sieg der Gäste geht vollkommen in Ordnung und wäre vermutlich noch sehr viel höher ausgefallen, wenn die Charlottenburger es einmal schaffen würden, disziplinierter zu Werke zu gehen. Auch in diesem Spiel sammelten die Rebellen eifrig gelbe Tücher. Zwei aberkannte TD und etliche 15-Yard- und andere Strafen waren zusätzliche „Ausbeute“ der Rebellen. Knappe Spiele verliert man so auch schon einmal, aber von einem Sieg war der sechsfache Deutsche Meister auch an diesem Sonntag spielerisch weit entfernt.

Keine drei Minuten waren vergangen, als die ersten Punkte auf dem Scoreboard aufleuchteten und die Adler gezwungen waren, einem Rückstand hinterherzulaufen. Bei einem 4. und 2 ließ Rebels Running Back Larry McCoy die Abwehr des Gastgebers das erste Mal so richtig schlecht aussehen. 52 Yards nach seinem Antritt hieß es 7:0 aus Sicht der Gäste (PAT Maximilian von Wachsmann.)

Der US-Amerikaner Mason Zureck, neuer Running Back der Adler, trat im Gegenzug gleich zwei Mal in Aktion. Seinem Lauf über sechs Yards folgte, nach der ersten 15-Yard-Strafe gegen die Rebels, sein erster Fumble in der GFL. Den Recovery Touchdown der Gäste verhinderte ein illegaler Block in den Rücken eines Spielers der Adler abseits des eigentlichen Spielgeschehens. Die Rebels trennten sich mit Punt vom Ball und wieder profitierten die schwarz-gelben von zwei 15-Yard-Flaggen. Diese brachten die Gastgeber bis in die Redzone der Rebellen. Die verbleibenden 11 Yards überwand Devon Francois nach Pass von Paul Zimmermann, den ersten und auch den nächsten PAT vergab Manuel Lewerenz, der Kicker der Adler.

Sein anschließender Kickoff landete in den Händen von Jamaal White, der die Führung der Rebels mit direktem Return auf 14:6 ausbaute. Kevin Hummels Recoverytouchdown brachte die Adler nach dem Fumble von Bekim Bujari im nächsten Drive der Rebels noch einmal auf zwei Punkte heran.

So nah kamen die Adler ihren Gegnern in der Folgezeit nicht mehr. Deren nächster Touchdown wurde erneut nicht gegeben, wieder ahndeten die Schiedsrichter einen illegalen Block. Die nächsten Punkte des Spiels erzielte wieder Larry McCoy, 18 Sekunden vor der Halbzeit fing Matthias Wolff noch einen 52 Yard-Pass von Terell Robinson zum vorentscheidenden 28:12 aus Sicht der Gäste.

Die zweite Halbzeit begann so wie die erste. Das Spiel der Adler war geprägt von Unsicherheiten, die die Charlottenburger gnadenlos ausnutzten. Der belgische Wide Receiver Alexander Tounkara ließ die Führung der schwarz-silbernen nach einem Pass über 8 Yards auf 23 Punkte anwachsen und noch immer hatten die Gäste nicht genug. Zu Beginn des Schlussabschnitts trug sich auch noch der Spielführer der Gäste durch einen 25-Yard-Lauf in die Scorerliste ein. Der Quarterback der Adler verkürzte im Gegenzug durch einen 1-Yard-Lauf auf 19:42.

Die Gäste schickten nun etliche Backups auf das Spielfeld. Der ehemalige Quarterback der Rebels-A-Jugendmannschaft Marvin Neugokath führte seine Farben bis an die 40 der Gastgeber. Dem anschließenden Lauf von Larry McCoy zur erneuten 30-Punkte-Führung der Gäste folgte noch ein 9-Yard-Lauf von Devon Francois zum Endstand von 26:49. Zwei weitere Fouls der Rebels und drei Läufe von Larry McCoy beendeten die Partie.

FacebookTwitterGoogle+Share

Back in the days – 2008 begann die wiedergegründete Herrenmannschaft der Erkner Razorbacks ihre erste Footballsaison überhaupt gegen ein neugegründetes Team aus Wolgast mit einem legendären 00:00. 8 Jahre später stehen sich die Teams wieder in der Verbandsliga Ost gegenüber. Das Spiel entschieden die Razorbacks mit einem 12:22 für sich. Mit dabei waren auch wenige Haudegen von einst.

Der Ballbesitz ging zunächst an die Erkneraner die noch etwas nervös die Pille mit einem guten Mix aus Lauf und Pass nach vorn treiben wollten. Die smarte, harte und gut eingestellte Wolgaster Defense verhinderte das nach einigen Spielzügen, sodass also die Razorbacks punten mussten.

Doch der Ball blieb nicht lange bei den Wolgastern. # 84 Lorenz Köhler interceptete einen 3&10 Pass an der gegnerischen 40 Yard Line und brachte unsere Jungs wieder ins Angriffsrecht.Kurz darauf passte #18 Marco Reich einen ansehnlichen Vertical an #23 Sören Waterstrat, der diesen spektakulär mit einer Hand fing und noch einen Fuß inbounce (im Feld) platzieren konnte.

IMG_0358-hp

Die Anwort der Wolgaster folgte umgehend.  Nur wenige Spielzüge brauchten die Gastgeber, um die Pille 2x in die Endzone der Razorbacks zu platzieren. Der erste Touchdown per Lauf und der zweite mit einem auch sehr sehenswerten Kurzpass.

Vor der Halbzeit dreht Quarterback Marco Reich den Punktestand noch einmal in ein 12:16. Die Razorbacks gingen damit mit einer strategisch sowie moralisch wichtigen Führung in die Pause.

In der 2. Hälfte verlief das Spiel eher neutral und fahrig. Die Razorbacks versuchten mit der Führung im Rücken viel Zeit mit Läufen von der Uhr zu nehmen.

Die Wolgaster hingegen versuchten die Lücke in der Defense der Razorbacks, die sie in der ersten Halbzeit noch richtig identifizierten, aber nun, durch wichtige Adjustments in den Verteidigungsreihen der Wildschweine, nicht mehr bedienen konnten, weiterhin zu attackieren – Die Versuche blieben aber erfolglos.

Nun war es überraschend Rookie WR #80 Georg Beyer, der in seinem ersten Punktspiel einen kurzen Handoff nahm und 45 Yards später plötzlich in der Endzone stand und sein Glück kaum fassen konnte.

Bevor das Spiel dann auslief, gab es noch einmal spektakuläre Szenen. Wolgast fing ca. 90 Sekunden vor Spielende den Ball an der 50 Yard Line ab, bäumte sich noch einmal auf und spielten passlastiger. Infolge dessen brachte es Rookie #56 Norman Kulenisch fertig, in seinem ersten Spiel den Quarterback in 3 von 4 Spielzügen zu „sacken“, also den balltragenden Spieler zu Boden, und das Spiel nach Hause zu bringen.

IMG_0398-hp

Head Coach Henning Schulz nach dem Spiel: „Zunächst haben wir gewonnen. Das war der erste Pflichtspielsieg nach 14 Niederlagen in der Oberliga im vergangenen Jahr, es war also unglaublich wichtig für das Team. Wir haben ein neues Konzept eines Teams auf das Feld gebracht, was heute belohnt wurde. Wo wir damit stehen, wissen wir noch nicht. Das werden wir aber spätestens gegen Rostock zu Hause am 29.05. herausfinden. Bis dahin bleibt für uns nur: Videoauswertung, Feinabstimmung, Training.“

Text und Fotos: Erkner Razorbacks

FacebookTwitterGoogle+Share

Das GFL-Team der Berlin Rebels setzt sich nach einer in den Schlussminuten dramatischen Auseinandersetzung gegen die Kiel Baltic Hurricanes mit 19:17 durch.

Der Unterschied zwischen beiden Teams an diesem Pfingsonntag war Running Back Larry McCoy. Zunächst mit Läufen über 40 bzw. 14 Yards in die Endzone der Canes für die Führung (PAT Maximilian von Wachsmann) und den späteren Anschluss zum 13:17 sorgend, rettete die #28 der Rebels mit seinem Lauf über 31 Yards bis in die Hälfte der Canes eine Mannschaft, die eigentlich schon geschlagen war. Foto: frtp.de_Dannhaus

frtp_2016_05_15_91806-hp

Diese Vorarbeit seines Ballträgers bei unter zwei Minuten verbleibender Spielzeit ermöglichte es Quarterback Terell Robinson, nach zwei eigenen Läufen bis an die Kieler 13-Yard-Linie mit Pass auf Darius Outlaw den Sack zuzumachen. Sein Sieg bringender Catch allein war spektakulär, zumal das eigene Passspiel wegen des starken Windes und immer wieder einsetzenden Regens nicht so lief wie zuletzt gegen die Monarchs. Einzig beim Rückpass von Robinson auf Outlaw und dessen anschließender „Granate“ auf Matthias Wolff, der den Ball allerdings nicht fangen konnte, ging ein Raunen durch das Publikum.

Zwischen dem ersten und dem letzten Score des Spiels war auf beiden Seiten viel Leerlauf zu sehen. Auch ohne die beiden gesperrten Linebacker Atakan und Baunacke hatten die Hauptstädter den blassen Gästeangriff gut im Griff. Größtes und immer wiederkehrendes Manko der Rebellen: die vielen Flaggen. Ob es nun fehlende Konzentration oder Übereifrigkeit war, fünf Offsides der Defense allein bis zum Halbzeitpfiff sind definitiv zu viel. Dazu kamen wieder etliche andere Fouls und so 120 Yards an Strafen zusammen.

Zumindest dieses Ergebnis konnten die Gäste von der Förde noch bei weitem toppen. Etliche 15-Yarder, auch immer wieder bei den brandgefährlichen Kickoffreturns der Charlottenburger entstehend, verbesserten deren jeweilige Feldpositionen erheblich. Die Rebels vermochten es jedoch nicht, diese entscheidend zu nutzen. Der Angriff blieb insgesamt blass, ohne McCoy wäre an diesem Tag auch gegen ein schwaches Kieler Team nicht sehr viel gegangen. Das Kicking Team hatte ebenfalls keinen guten Tag. In engen Spielen zählt bekanntlich jedes Field Goal und jeder PAT besonders.

Das machten die Gäste besser. Nach dem Ausgleich von Benedikt Englmann nach Pass von Quarterback Logan Schrader (PAT Thiadric Hansen) und dem 35-Yard-Fieldgoal von Hansen im zweiten Spielabschnitt, erhöhten die Canes durch die Kombination Schrader/Lennart Stolina nach der Pause auf 17:07. Eine Interception des Kieler Quarterbacks auf Bekim Bujari leitete dann das bereits erwähnte 13:17 aus Sicht des Gastgebers ein. Auch diesem gingen zwei Läufe des überragenden Running Backs der Rebels voraus.

Fast wäre den Hauptstädtern der verschossene Fieldgoalversuch kurz vor der Halbzeit und der vergebene PAT nach dem Anschluss zum Verhängnis geworden, aber ein Snapfehler beim 24-Yard-Fieldoalversuch zu Beginn des Schlussabschnitts verhinderte eine höhere Führung der Norddeutschen. Diese kamen zwar unmittelbar danach durch einen Fumble der Gastgeber wieder in Ballbesitz, entschieden sich aber bei 4. und Inches in der gegnerischen Hälfte, den Ball abzugeben. Das erwies sich in der Konsequenz bei noch unter drei Minuten verbleibender Spielzeit als Fehler. Mit dem letzten Drive des Spiels bei verbleibenden 23 Sekunden erreichten die Canes dann nicht mal mehr die Mittellinie.

Mehr Fotos von diesem Spiel hat Stephan Dannhaus hier veröffentlicht.

FacebookTwitterGoogle+Share

Die zweite Mannschaft der Berlin Rebels verliert am Samstagnachmittag ihr erstes Heimspiel als Regionalligist mit 17:42 gegen die Leipzig Lions.

Rund 250 Zuschauer waren bei kaltem und windigen Wetter in die Charlottenburger Forckenbeckstraße gekommen, um den Aufsteiger erneut siegen zu sehen. Doch daraus wurde nichts. Nach einem Durchmarsch von der fünften in die dritte Liga mit 13 Siegen in Folge war jetzt Schluss. Die Schuld für die Niederlage muss sich der Gastgeber ganz allein geben. Das Ergebnis war viel zu hoch, unnötig und ärgerlich zugleich, denn das Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften wurde vom Heimteam leichtfertig aus der Hand gegeben. Die Gäste dagegen nutzten ihre Chancen konsequent.

Von Beginn an rieb man sich verwundert die Augen. Die Hauptstädter fanden trotz optischer Vorteile ihrer D-Line kein Mittel gegen die fast ausschließlich auf den Pass setzenden Gäste. Wenn diese tatsächlich doch mal liefen, dann meistens über ihren Import-Quarterback Phillip Garcia, der aus der Not heraus so agieren musste. Dessen Pass beim vierten und drei auf Wide Receiver Henner Barberowsky (PAT jeweils Manuel Kienitz) bedeutete die frühe Führung, die die Messestädter bis zum Ende nicht mehr abgaben.

Die Gastgeber ihrerseits antworteten mit einem 40-Yard-Kickoffreturn von Timoteo Cura, zu denen nach einem Personal Foul weitere 15 Yard hinzukamen. Drei Spielzüge später war an der gegnerischen 25 aber Schluss und die Hausherren mussten sich mit einem 42-Yard-Fieldgoal ihres Quarterbacks und Kickers Ben Hermann zufriedengeben. Der Rest des ersten Viertels gehörte beiden Abwehrreihen, die ihre Gegenüber nach jeweils drei Versuchen wieder vom Feld schickten.

Im zweiten Spielabschnitt zeigten die Gastgeber, warum sie in den vergangenen zwei Jahren so erfolgreich waren. Zum sehr guten Wurfarm ihres Spielführers gesellten sich variable Läufe ihrer Running Backs durch die Mitte und über Außen, das machte das Spiel des Aufsteigers nicht ausrechenbar. Einziges Manko an diesem Tag und somit der Unterschied zu sonst: Die Wide Receiver waren oftmals entweder zu langsam oder hielten die Bälle nicht fest. Das machten die Lions besser.

Auch dem nächsten Score der Gäste ging das schon mehrfach Beobachtete voraus. Es ist unverständlich, wie der in arge Bedrängnis gekommene Quarterback seinen Pass an Kevin Stelzerl vervollständigen konnte, den dieser dann mit Sprint über das halbe Spielfeld in die Endzone der Hausherren trug. Bereits hier deutete sich an, was dann letztendlich spielentscheidend werden sollte: Die Spieler des Aufsteigers tackelten nicht mit der erforderlichen Konsequenz und die selten auf den Ball schauenden Cornerbacks hatten durchweg einen rabenschwarzen Tag erwischt.

Im direkten Gegenzug verkürzten die Rebels erneut. Dem TD-Pass auf Philip Goos ging erneut ein brandgefährlicher Kickoffreturn der #8 und ein Lauf über die Außenbahn von Adrian Peter voraus. Aber wieder dauerten die diesmal 75 Yards der Lions nur einen Spielzug, dann war der alte Abstand wiederhergestellt. Wieder drehte sich der Quarterback der Gäste irgendwie aus drei Verteidigern heraus, brachte seinen Pass gegen die Laufrichtung noch an und es hieß 10:21. Nach einem (warum auch immer und viel zu langem) Onside Kick, den die Leipziger nicht sichern konnten und anschließendem Fumble der Gastgeber verabschiedeten sich beide Teams in die Halbzeitpause.

Aus dieser kamen die Rebels mit neuem Elan und die Gäste mit neuem Quarterback. Die Gastgeber erhielten zuerst den Ball, versäumten aber nach einem guten Drive die notwendigen Punkte zu erzielen. Der Fieldgoalversuch strich zudem am rechten Goalpost vorbei. Ein Fumble der Lions, von Michele Bacinski gesichert, eröffnete dem Aufsteiger die nächste Möglichkeit zu punkten. Ein Defense Offside beim 4. und 1 nahe der Mittellinie erhielt diesen Drive am Leben. Die Interception auf Ferdinand Märker beendete den dann doch.

Anschließend hielt die Defense der Charlottenburger erneut. Negativer Höhepunkt aus der Sicht des Gastgebers war dann unmittelbar danach der vollkommen unnötige Ballverlust beim Punt der Gäste, der von einem Spieler des heimischen Special Teams berührt, aber nicht gesichert wurde. Von diesen drei vergebenen Möglichkeiten erholte sich der Aufsteiger nun nicht mehr. Fehlende Konzentration in der Abwehr, häufigste Strafe war das Defense Offside, begünstigten die nächsten beiden Scores nach Pässen von Lennart Lüttgau auf den zweiten Import Patrick Fitzgerald bzw. Christoph Genau. Beim Lauf über 11 Yards von Philipp Lehmann zum Endstand von 17:42 waren die Gäste bereits beim Feiern und gedanklich wohl schon auf der Heimreise.

FacebookTwitterGoogle+Share

Wie schon beim ersten Heimspiel der Saison lag strahlender Sonnenschein auf dem Homefield und etliche Zuschauer fanden den Weg ins DeGeWo-Stadion bei frühlingshaften Temperaturen um 15 Grad Celsius.

Früh im Spiel zeigte sich dann einerseits, dass den Bears etliche Schlüsselspieler an diesem Tag fehlten, und andererseits, dass die Rostocker ihrer Favoritenrolle gerecht werden wollten. Bereits im I. Quarter gelang den Gästen ein Touchdown nach einem langen Pass von QB Branden Cresap auf WR Cortez Barber, der zur 0-6 Führung (PAT nicht gut) führte. Unglücklich für die Defense der Bears, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie die Offense gut im Griff. Die Bears Offense wiederum, angeführt von QB Casey Mintz, zeigte sich gegenüber dem letzten Spiel deutlich verbessert. Kamen im letzten Spiel viele Pässe nicht an, stimmte nunmehr die Abstimmung deutlich besser und Bears QB Casey Mintz konnte einige schöne Pässe werfen und so Raumgewinn erzielen. Auch RB Yalinliolan Tansel erlief etliche Yards, jedoch fehlte am Ende stets der entscheidende Pass/Run in die Endzone.

DSC_3197-hp

Den Griffins gelang es schließlich noch vor der Pause, die Führung weiter auszubauen: ein Touchdown durch einen Pass auf WR Christian Emanuel (2-Point-Conversion nicht gelungen) und ein Field Goal durch K Christian Moddelmog sorgten für den Halbzeitstand von 0-15.

Nach der Pause zeigten sich die Bears dann nochmals stärker. Den Ball nach dem Kickoff empfangend, kam die Offense, wie schon in Halbzeit eins, mit schnellen Pässen und gelungenen Runs zu Raum-, jedoch wieder nicht zu Punktgewinn. Diesen erzielten abermals die Rostocker, als ein Pass von QB Branden Cresap mit WR Christian Moddelmog seinen Empfänger fand und so kurz vor Ende des III. Quarters die Führung auf 0-22 (PAT gut) ausgebaut wurde. Wieder kamen die Bears druckvoll zurück aufs Feld und man merkte Ihnen den Willen zum Punkten deutlich an, doch führte letztlich ein Field Goal vom Rostocker K Christian Moddelmog zum 0-25 Entdstand.

DSC_3399-hp

„In der ersten Halbzeit haben wir gut Druck aufbauen können und gerade unsere Offense hatte sich stark verbessert gezeigt, das war teilweise großes Kino von unserem QB Casey Mintz“ erklärte Headcoach Volker Hertzberg nach dem Spiel. Und ergänzte: „Letztlich hat es nicht gereicht gegen den Favoriten und das ist dann eben so. Aber wir haben uns weiterentwickelt und ich blicke optimistisch auf das nächste Spiel in zwei Wochen.“

Dieses bestreiten die Berlin Bears am 28. Mai 2016 auswärts gegen Cottbus Crayfish. Kickoff im Sportzentrum Cottbus ist um 15 Uhr.

Text und Fotos: Berlin Bears

FacebookTwitterGoogle+Share

Die Berlin Bullets verlieren vor 250 Zuschauern zum Saisonauftakt in der Landesliga gegen die Eberswalder Warriors mit 00:16.

Die letzten vier Begegnungen konnten die Bullets für sich entscheiden und die Gäste starteten mit einer Niederlage gegen die Berlin Kobras in die Saison 2016 – das waren eigentlich beste Voraussetzungen für einen Sieg der Gastgeber. Dazu kam der Vorteil, 39 Spieler aufbieten zu können, auf der Gegenseite standen lediglich 22. Die Erwartungen auf Seiten der Gastgeber waren entsprechend hoch, wurden aber nicht erfüllt.

Das Spiel der Bullets sah vor allem in der ersten Hälfte ideenlos aus. Die immer schnellen Verteidiger der Gäste bereiteten dem Quarterback und seiner O-Line erhebliche Probleme. Wenn ihnen dann doch mal etwas gelang, lag prompt ein gelbes Tuch auf dem Feld. Zwei Field-Goal-Versuche fielen dem böigen Wind zum Opfer. 115 Yards Raumverlust und die Hinausstellung von Jannis Avran schwächten die Bullets zusätzlich.

Nach dem Spiel sagte Bullets Head Coach Torben Keller: „Die Vorbereitung auf das heutige Spiel lief gut, es fehlte heute ein bisschen an Einstellung, Fokus, Leidenschaft und Härte. Der Gegner hat wie erwartet sein Spiel gemacht und darauf hatten wir unsere Spieler vorbereitet. In der Defense konnten die Spieler dies auch gut umsetzen. Die Warriors wurden oft gestoppt und der Offense wurden Möglichkeiten gegeben an den Ball zu kommen. Leider konnten sie dies nicht in Punkte umwandeln. In Vorbereitung auf den nächsten Gegner werden wir die Trainingsintensität erhöhen. Ziel wird es sein, die Offense aufs Scoreboard zu bringen.“

In der zweiten Halbzeit änderte sich bei den Bullets nicht viel, die Warriors bestraften nun aber deren Fehler. Wieder kamen einige Strafen des Heimteams zusammen, ein überworfener Snap beim 3. und 45 in der eigenen Hälfte bereitete die ersten Punkte des Spiels vor. Diese erzielte Peer Tschamke mit Lauf über 13 Yards, in Anbetracht des Windes zogen die Gäste die Conversion dem Kick vor und auch diese war erfolgreich. Kevin Nützschke bediente Ivan Redkov zur 8-Punkte Führung.

Weiterhin beherrschte die Defense der Eberswalder das Spielgeschehen. Eine Interception beendete den direkten Gegenzug und auch in der Folgezeit befanden sich die Gastgeber eher in der Rückwärtsbewegung. Derart vor sich hergetrieben war es dann logisch, dass die Brandenburger dann auch den Sack zu machen würden. Matthias Hannaske lief im vierten Versuch aus zwei Yards in die Endzone, vorangegangen waren wieder empfindliche Strafen gegen die Hausherren. Nach der erneuten Conversion zum 00:16 blieben den Bullets lediglich 52 Sekunden.

FacebookTwitterGoogle+Share

Die Berlin Rebels trennen sich am Eröffnungsspieltag der GFL-Gruppe Nord von den Dresden Monarchs mit 21:21.

Selten zuvor waren die Voraussetzungen für einen Heimsieg gegen die Königlichen so günstig wie an diesem Sonntagnachmittag. Das Team der Hauptstädter, welches auf den wichtigen Positionen fast unverändert und zusätzlich durch wertvolle Neuzugänge verstärkt, in die zweite Saison ging, traf auf eine Mannschaft, die viele Abgänge und etliche Neuzugänge zu verzeichnen hatte.

Ein doch etwas überraschendes As holte Rebels Head Coach Kim Kuci zusätzlich noch aus dem Ärmel: Terell Robinson, eigentlich als Wide Receiver mit der Option verpflichtet, Darius Outlaw im kommenden Jahr als Quarterback abzulösen, ersetzte diesen bereits im ersten Match auf der Position des Spielmachers. Mit Robinson, Larry McCoy als Running Back und Samuel Shannon hatten die Rebellen nun sogar drei wendige und zugleich kraftvolle Athleten in ihren Reihen, die die Sachsen immer wieder stark unter Druck setzten. Deren Offense kam auch nicht so richtig ins Laufen. Wide Receiver Jan Hilgenfeldt, über Jahre eine „Bank“ im Spiel der Monarchs, wurde genauso schmerzlich vermisst, wie ein Import-Running Back a la Trevar Deed, der Spiel für Spiel mit schöner Regelmäßigkeit den gegnerischen Linien 100+ Laufyards „einschenkt“. Josef Bergeron, Neuzugang auf der Running Back-Position bei den Monarchs, verletzte sich bereits im ersten Drive und schaute sich den Rest des Spiels von draußen an. (Foto: frtp.de_Dannhaus)

frtp_2016_05_01_91496-hp

Die ersten Punkte des Spiels erzielte Larry McCoy mit Lauf über zwei Yards (PAT Max von Wachsmann). Outlaw, als Wide Receiver auf dem Platz, erhöhte nach Pass über sieben Yards von Robinson auf 14:00 (PAT von Wachsmann.) Die Monarchs mussten nach dem Ausscheiden von Bergeron ihr Heil im Passspiel suchen und das gelang ihnen mit zunehmender Zeit besser. Noch vor dem Halbzeitpfiff fing Hendrik Hinrichs einen 21-Yard-Pass vom Neuzugang auf der QB-Position Brandon Connette und verkürzte auf 06:14 aus Sicht der Gäste.

In der zweiten Spielhälfte schlichen sich vermehrt Nachlässigkeiten und Undiszipliniertheiten bei den Gastgebern ein, für die diese letztendlich noch bezahlten. Nicht nur, dass die Rebellen insgesamt 185 Yards an Strafen sammelten. Wegen zweier Unsportlichkeiten wurden jeweils die Linebacker Rick Baunacke und später auch Baris Atakan vorzeitig zum Duschen geschickt. Diese werden den schwarz-silbernen mindestens für ein weiteres Spiel fehlen.

Dieselbe Kombination, die für die ersten sächsischen Punkte gesorgt hatte, schlug im dritten Viertel erneut zu. Diesmal ging der Pass über sieben Yards (Conversion Connette auf Sebastien Sagne.) Für die erneute zwischenzeitliche Führung sorgte anschließend erneut McCoy mit kurzem Lauf (PAT von Wachsmann.) Bis 90 Sekunden vor Spielende sahen die Rebels dann wie der sichere Sieger auf, weil sich die Dresdner zwar mühten, aber nicht so souverän aufspielten, wie bei ihren letzten Gastauftritten. Der letzte Drive erinnerte dann wieder an alte Stärke. Brandon Cornette führte seine Offense fast über das gesamte Feld und überwand die letzten Yards zum Ausgleich mit Ball in der Hand (PAT Franz Kammel.)

Mit dem 21:21 haben die Rebels, wenn man die Papierform betrachtet, einen wichtigen Punkt gewonnen – dem Spielverlauf nach haben sie einen Punkt verloren, denn an diesem Tag war definitiv mehr drin. Mehr Fotos von diesem Spiel gibt es hier.

FacebookTwitterGoogle+Share

Sonne, 18 Grad, viele Zuschauer: alles war bereit für das erste Spiel der Saison. Unterstützt von den Cheerleadern der Scorpions Berlin und angeführt vom US-Quarterback Casey Mintz, zogen die Bears gegen die Rebels II aufs Homefield. Die Offense der Bears tat sich zunächst schwer, denn die Defense der Rebels schien gut eingestellt und verhinderte entscheidenden Raumgewinn. Gleiches galt spiegelbildlich auch für Offense der Rebels und Defense der Bears. So egalisierten sich beide Teams in der ersten Hälfte des Spiels weitgehend und nach einem verpassten Field Goal durch die Bears stand es zur Halbzeit noch immer 0-0.

Zu Beginn des III. Quarters jedoch konnten die Bears einen Pass der Rebels an der eigenen 13yds-Linie abfangen. Diese Interception wurde genutzt durch einen anschließenden Pass über 20yds auf WR Phillip Holtz, der anschließend nicht zu stoppen war und im Alleingang die fehlenden 67yds zum Touchdown sprintete. Dank gutem PAT gingen die Bears mit 7-0 in Führung. Diese hielt bis zum Beginn des IV. Quarters, als ein Pass der Rebels seinen Empfänger fand und dieser mit kurzem Lauf zum Touchdown führte. Dank gutem PAT war das Spiel nun wieder ausgeglichen.

In den letzten 10 Minuten schalteten die Bears nochmal einen Gang höher und konnten schnell Raum gewinnen. Drei erhebliche Strafen und ein Platzverweis gegen die Rebels brachten die Bears Mitte des IV. Quarters an die gegnerische 23yds-Linie, jedoch wurde der anschließende Touchdown wegen eines Fouls nicht gegeben. Das Angriffsrecht wechselte tief in ihrer Hälfte zu den Rebels, die nun letzte Kräfte mobilisierten und Raumgewinn mit Runs erzielten. Entschieden wurde das Spiel allerdings durch einen langen Pass vom QB der Rebels, der zum Touchdown und zum Endstand von 7-14 führte. Die Bears kamen zwar Dank eines sehenswerten Kick-Retourns von DB Daniel Vreugdenhil und gutem Laufspiel nochmal zurück in die gegnerische Hälfte, doch konnte der entscheidende Pass von den Rebels abgefangen werden.

„Wir wussten, dass es nicht einfach wird gegen den Aufsteiger und müssen nun an den Problemen arbeiten, die heute zu Tage traten“ konstatierte Headcoach Volker Hertzberg nach dem Spiel. „Ich habe heute Licht und Schatten gesehen. Wir sind ein Team im Umbruch und werden diesen gemeinsam bewerkstelligen“, so HC Hertzberg.

Das nächste Spiel bestreiten die Berlin Bears am 14. Mai um 16 Uhr gegen die Rostock Griffins.

Text: Berlin Bears

FacebookTwitterGoogle+Share

Die Spandau Bulldogs Damen verlieren ihr erstes Saisonspiel gegen die Damen des FFC Braunschweig mit 06:12. Ausschlaggebend für die Niederlage in einem Spiel, welches keinen Sieger verdient hatte, war die fehlende Durchschlagskraft des heimischen Angriffs und das Zeitmanagement der Gastgeber in der zweiten Spielhälfte.

sb-ladies_brandt-hp

Bereits zu Beginn des ersten Auftritts eines Spandauer Damenfootballteams seit 2011 wurde klar, dass beide Angriffsreihen einen sehr schweren Stand haben werden. Nicht nur nach dem ersten Drive waren beide bereits nach drei Versuchen wieder vom Feld. Die ersten Akzente setzten die mit 31 Damen antretenden Lady Lions durch die Kombination Melanie Weißmann auf Alina Voigt. Nach einem Pass über 20 Yards standen die in schwarz spielenden Niedersachsen nahe der Spandauer Red Zone. Das war es dann auch schon, da Christina Wrege direkt im Anschluss einen Fumble des Tabellenvierten der letzten Saison erobern konnte. Überhaupt waren zu viele, auf missglücktem Handling beruhende Ballverluste auf beiden Seiten zu sehen. Diese blieben jedoch fast immer ohne Folgen.

Nach dem zu kurz geratenen Angriffsversuch der Bulldogs-Damen und einem langen Lauf der Gäste durch die bis zu ihrer Verletzung großartig aufspielenden Leonie Pfiffer war es dann Selina Seiler, die nach Passfang die verbleibenden vier Yards bis zur Spandauer Goal Line überwand. Der PAT wurde geblockt. Direkt im Gegenzug stellte Ulrike Löber mit einem Lauf über 64 Yards den vielumjubelten Ausgleich her, der anschließende Kick ging knapp am linken Goalpost vorbei. Beim Spielstand von 06:06 wurden zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Läufe über außen waren die logische Konsequenz daraus, dass beide Verteidigungslinien in der Mitte des Feldes sehr präsent waren und das Spiel durch die Luft auf beiden Seiten nicht so wirklich funktionierte. Drei Interceptions und überwiegend unvollständige Pässe leistete sich allein die Spielführerin der Gäste. Aber weder diese, noch die vielen Punts und vergeblich ausgespielten vierten Versuche der Niedersachsen konnten die Bulldogs-Damen nutzen, Raumgewinn waren auch hier eher selten. So blieb es bis in den Schlussabschnitt hinein beim leistungsgerechten Unentschieden. Eine Führung der Gastgeberinnen wurde wegen eines illegalen Blocks richtigerweise aberkannt.

sb-ladies2_brandt-hp

Im 4. Viertel griffen die Gäste dann in die Trickkiste: Alina Voigt, die auffälligste Spielerin auf Braunschweiger Seite, sorgte immer wieder für reichlich Verwirrung in der Abwehr der in roten Trikots spielenden Spandauerinnen. Diese konnten sich nunmehr nie mehr sicher sein, ob der Ballübergabe von Melanie Weißmann auf Lisa Holtfreter noch ein Reverse auf Alina Voigt folgt oder nicht. Dieser folgte nicht vor dem Lauf aus kurzer Distanz in die Endzone durch Lisa Holtfreter, die zum 06:12 aus Sicht des Ligarückkehrers führte. Den Gastgeberinnen blieb nun aber noch genügend Zeit und diese wurde vor allem durch die schon erwähnte Ulrike Löber genutzt, die nicht nur in der Defense spielte, sondern dem Angriff des Heimteams durch ihre kraftvollen Läufe auch weiterhin ihren Stempel aufdrückte. Zu Punkten sollte es allerdings nicht mehr reichen, da eine zu früh in der zweiten Halbzeit genommene Auszeit das Auslaufen der Spieluhr an der gegnerischen 10-Yard-Markierung ermöglichte. Trotzdem kann Spandaus Head Coach Mudrich mit der Saisoneröffnung des neu gegründeten Teams zufrieden sein, zumal nur 21 Spielerinnen das erste Spiel bestreiten konnten. Die Verteidigungsreihen hinterließen einen sehr guten Eindruck, im Angriff und im Kicking Game ist aber noch Luft nach oben.

Fotos: Spandau Bulldogs – Jerome Brandt

FacebookTwitterGoogle+Share

« Older entries § Newer entries »