Pass-Stelle American Football

Sämtliche Unterlagen für die Beantragung der Spielerpässe sind im Original bei der Geschäftsstelle des AFCVBB e. V. einzureichen. Blankoformulare für die Beantragung eines Spielerpasses sind in der Geschäftsstelle des Verbandes erhältlich.

Grundlage für die Erteilung des Spielerpasses ist die jeweils gültige Bundesspielordnung (BSO) des AFV Deutschland e.V. Der hier vorliegende Text soll das Verfahren zur Passausstellung und -verlängerung zusammenfassen. Die Rechtsgrundlage für dieses Verfahren ist die BSO in der jeweils gültigen Fassung, sollte es Konflikte zwischen diesem Text und der BSO geben, gilt die Fassung der BSO.

Farbe der Spielerpässe (§ 8 BSO):
– Herrenmannschaft = gelb
– Damenmannschaft = rot
– Erwachsenen-Flagfootball = gelb mit Zusatz „F“
– A-Jugend = weiß mit Zusatz „A“ im Verlängerungsfeld
– B-Jugend = weiß mit Zusatz „B“ im Verlängerungsfeld
– C-Jugend = weiß mit Zusatz „C“ im Verlängerungsfeld
– D-Jugend = weiß mit Zusatz „D“ im Verlängerungsfeld
– Jugend-Flagfootball Champions-Klasse = weiß mit Zusatz „F“ und Zusatz „C“ im Verlängerungsfeld
– Jugend-Flagfootball Bambini-Klasse = weiß mit Zusatz „F“ und Zusatz „B“ im Verlängerungsfeld

Spielerpässe mit der Kennzeichnung „F“ berechtigen nicht zum Spielen sowohl im Flagfootball als auch im Tackle-Team des jeweiligen Vereins. Es ist erlaubt sowohl eine Spielerlizenz für Flagfootball als auch für Tackle-Football zur selben Zeit zu besitzen. Die Spielerlizenzen für Flag-Football und für Tackle-Football können für unterschiedliche Vereine ausgestellt werden.

Der Spielerpassantrag muss mindestens folgende maschinengeschriebene Erkennungsmerkmale und Daten des Inhabers enthalten (§ 6 BSO):
– Name
– Liga
– Vereinsname
– Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit
– Mitgliedschaft im Verein seit
– Beginn der Spielberechtigung, evtl. ihre Befristung
– Registriernummer des Ausstellers
– Landesverband
– Vollständiges Datum der Ausstellung/Verlängerung auf dem Pass als auch auf dem Passantrag
– Angaben zur letzten Vereinszugehörigkeit

Der Spielerpass und der Spielerpassantrag muss ein herkömmliches farbiges Passfoto auf Fotopapier enthalten. Beide Fotos müssen identisch sein.

Passverlängerungen (gemäß BSO §47)

Der Verein teilt der Pass-Stelle zum 15. Dezember des Vorjahres mit, welche seiner Spielerberechtigungen für die kommende Saison verlängert werden sollen. Eine Zustimmungserklärung des Spielers ist nicht notwendig. Der Verein hat seine Spieler über die Verlängerung zu informieren.

Nach dem 15. Dezember ist eine Verlängerung der Spielberechtigung nur mit der persönlichen und eigenhändigen schriftlichen Zustimmung des Spielers zulässig. Diese Erklärung muss im Original eingereicht werden. Ändert sich die Ligazugehörigkeit eines Teams zum neuen Spieljahr, sind die zu verlängernden Pässe mit einem maschinengeschriebenen Aufkleber zu aktualisieren.

Passeigentum und Entwertung (gemäß BSO §49 und § 66)

Die Pässe sind im Eigentum des AFCVBB, sie sind jedoch von den Vereinen sorgfältig aufzubewahren. Eine Aufbewahrung durch die Spieler ist nicht statthaft.

Nicht mehr benötigte oder nicht verlängerte Spielerpässe sind umgehend zurückzusenden, um entwertet zu werden. Der Antrag auf Entwertung (während der Saison) hat schriftlich unter Beifügung des Spielerpasses bei der Passstelle zu erfolgen. Eine Kopie des Antrags ist durch den Verein – ohne Beifügung der Spielerpässe – gleichzeitig beim Ligaobmann einzureichen.

Die Entwertung erfolgt durch die Passstelle durch Streichung des Vermerks der Erteilung der Spielberechtigung für das jeweilige Spieljahr auf dem Passformular. Eine Entwertung wird zum übernächsten Spiel des Vereins wirksam. Durch die Entwertung von Pässen in der laufenden Saison darf die Anzahl der durch den Verein bei Lizenzbeantragung vorzulegenden Spielerpässe nicht unterschritten werden. Andernfalls fehlt es nachträglich an einer Lizenzvoraussetzung und die Spiellizenz ist zu entziehen.

Ausstellungsfristen für Spielerpassanträge (gemäß BSO §51)

Der Antrag auf Erteilung der Spielberechtigung muss unter Beifügung aller erforderlichen Unterlagen rechtzeitig vor dem Spiel, in dem die Mitwirkung vorgesehen ist, bei der Passstelle eingehen.

Nach dem 30.06. eines Jahres darf, außer bei den in dieser Spielordnung ausdrücklich genannten Ausnahmen, für Mannschaften der Herren-Bundesligen kein neuer Spielerpass ausgestellt werden.

Nach dem Abschluss der regulären Ligaspiele darf für Mannschaften der Jugendbundesliga kein Spielerpass mehr ausgestellt werden, es sei denn der Pflichtspielbetrieb der entsprechenden Mannschaft (Meisterschaft, Play-Off, Relegations- und Endspiel) ist beendet.

Nach Abschluss der regulären Ligaspiele der Mannschaft darf für Mannschaften unterhalb der Bundesligen kein Spielerpass mehr ausgestellt werden, es sei denn, der Pflichtspielbetrieb der entsprechenden Mannschaft (Meisterschafts-, Play-Off-, Relegations-, und Endspiel) ist beendet.

Für Mannschaften die am German Junior Flag Bowl bzw. an den Play-Offs zu diesem teilnehmen, darf nach dem 31.08. eines jeden Jahres kein neuer Spielerpass sowie keine Spielerpassverlängerung ausgestellt werden.

Missbrauch des Spielerpasses/Haftung für falsche Angaben (gemäß BSO §56)

Die Vereine haften für die Richtigkeit der auf dem Pass vermerkten Eintragungen, soweit sie auf Angaben beruhen, die der Verein zu machen hat. Stimmen diese nicht mit den Angaben auf dem Passantrag überein, so wird davon ausgegangen, dass der Verein die Daten nicht überprüft hat. Der Verein muss sich diese Falschangaben dann als schuldhaftes Verhalten zurechnen lassen.

Die Vereine sind daher angehalten, alle Angaben sorgfältig zu prüfen, insbesondere die Daten zum Spieler (Name, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, bisheriger Verein) sowie die Richtigkeit der Spiel- und Altersklasse.

Einzureichende Dokumente:
– Spielerpassantrag bzw. Passverlängerungsliste/Passverlängerungsantrag mit Pässen
– ggf. Freigabe des bisherigen Vereines bei neuen Passanträgen (vgl. „Freigaben“)
– ggf. ITC-Antrag (International Transfer Card) inkl. Überweisungsbeleg bei Spielern, die aus einer internationalen Liga nach Deutschland wechseln. ITC-Anträge werden vom AFCVBB bestätigt und an den AFVD weitergeleitet (vgl. Anleitung „Internationale Spielerwechsel“).

Für Passanträge von Spielern unter 18 Jahren:

– aktuelles ärztliches Sporttauglichkeitsattest (laut AFCVBB-Mitgliederversammlung vom 05.03.2011 gemäß Regelung BSO §45 nur noch einmalig innerhalb jeder Altersgrenze oder bei einem Verbands- oder Vereinswechsel vorzulegen.)
– Einverständniserklärung des/der Erziehungsberechtigen(laut AFCVBB- Mitgliederversammlung vom 05.03.2011 gemäß Regelung BSO §45 nur noch einmalig innerhalb jeder Altersgrenze oder bei einem Verbands- oder Vereinswechsel vorzulegen.)

Antrag auf Einsatz in der nächst höheren Altersklasse (gemäß BSO §13):

Der Landesverband kann auf Antrag Spieler, die in dem Jahrgang unter der jeweiligen Altersgrenze liegen, zur Teilnahme an der nächst höheren Jugendaltersklasse zulassen. Laut Beschluss des Spielverbunds Ost vom 05.11.2011 gilt eine Zulassung für die gesamte Saison (nicht für einzelne Spiele) und wird nur dann erteilt, wenn der Verein keine Jugendmannschaft in der darunterliegenden Spielklasse im Spielbetrieb hat.

Dem Antrag muss eine explizite Einverständniserklärung des/der Erziehungsberechtigten für den Einsatz in der höheren Altersklasse beiliegen.

Die bisherige Markierung mit einem „S“ im Jahresfeld entfällt.

Aufrücken in eine höhere Altersklasse (gemäß BSO §17)

Ein Spieler kann, wenn ihm dies vom Alter her erlaubt ist, in eine höhere Alterklasse wechseln, wenn der Pflichtspielbetrieb seiner bisherigen Mannschaft abgeschlossen ist. Analog zur BSO (Regelung A-Jugendspieler wechseln zu den Herren) hat der Spielverbund Ost am 14.01.2012 beschlossen, dies für alle Altersklassen gelten zu lassen.

Freigaben

Wechselt ein Spieler den Verein, kann der abgebende Verein die Freigabe des Spielers verweigern und den Wechsel (bis zur Freigabeerteilung) verhindern. Die Freigabe darf aber nur aus den folgenden Gründen verweigert werden (§60BSO):
– ausstehende Beitragszahlungen
– nicht retournierte Ausrüstung
– laufendes Vereinsstrafverfahren, dem sich der Spieler durch Austritt entziehen kann
– sonstige finanzielle Verpflichtungen des Spielers gegenüber dem Verein

Eine Verweigerung der Freigabe muss schriftlich begründet werden und finanzielle Forderungen müssen dargelegt werden. Das Freigabeverfahren darf vom abgebenden Verein nicht missbräuchlich in die Länge gezogen werden (BSO §63).

Das Freigabeverfahren richtet sich nach dem Wechselzeitpunkt (§60 BSO):
– Bei einem Wechsel zwischen 01. März und 31. Oktober muss der abgebende Verein grundsätzlich eine schriftliche Freigabe erteilen. Dabei muss der abgebende Verein die Freigabe innerhalb von 14 Tagen nach Information über den Wechsel erteilen oder verweigern, und die Freigabe gilt automatisch als erteilt, wenn der abgebende Verein nicht innerhalb von 14 Tagen widerspricht.
– Für Wechsel zwischen dem 1. November und 28./29. Februar ist ebenfalls eine Freigabe erforderlich, wenn der Pass bereits vom abgebenden Verein verlängert wurde. Hierbei ist zu beachten, dass der freigebende Verein die Passstelle darüber informiert, dass der Pass nun doch nicht verlängert werden soll (bzw. falls er bereits ausgestellt wurde entwertet werden muss).
– Wurde ein Spielerpass nicht verlängert, ist bei einem Wechsel zwischen dem 1. November und 28./29. Februar zwar nach BSO keine Freigabe erforderlich, im AFCVBB gilt allerdings laut Beschluss der Jahreshauptversammlung vom 31.03.2001, dass auch in diesem Fall eine Freigabe durch den abgebenden Verein verweigert werden kann, wenn Beiträge offen sind, Spielmaterialien nicht zurückgegeben wurden oder andere Forderungen an den Spieler bestehen. Das Verfahren entspricht dem eines Wechsels nach Passverlängerung zwischen dem 1. November und 28./29. Februar.

Stand: 17.01.2012

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