Pass-Stelle American Football

Für die Bearbeitung von Spielerpässen ist die Pass-Stelle jeden Freitag in der Zeit von 18:00 bis 21:00 Uhr geöffnet. Dringende Anliegen oder Anfragen zu Spielerpässen, oder ggfls. zur Vereinbarung eines individuellen Termins, können per Email an:

pass-stelle@afcvbb.de oder tina.doering@afcvbb.de gerichtet werden.

Sämtliche Unterlagen für die Beantragung der Spielerpässe sind im ORIGINAL in der Geschäftsstelle des AFCVBB e. V. einzureichen. Blankoformulare für die Beantragung eines Spielerpasses sind in der Geschäftsstelle des Verbandes erhältlich.

Grundlage für die Erteilung des Spielerpasses ist die jeweils gültige Bundesspielordnung (BSO) des AFV Deutschland e. V. Der hier vorliegende Text soll das Verfahren zur Passausstellung

und -verlängerung zusammenfassen. Die Rechtsgrundlage für dieses Verfahren ist die BSO in der jeweils gültigen Fassung, sollte es Konflikte zwischen diesem Text und der BSO geben, gilt die Fassung der BSO.

Farbe der Spielerpässe (§54 BSO):

Herrenmannschaft = gelb

Damenmannschaft = rot

Erwachsenen-Flagfootball = gelb mit Zusatz „F“

A-Jugend = weiß mit Zusatz „A“ im Verlängerungsfeld

B-Jugend = weiß mit Zusatz „B“ im Verlängerungsfeld

C-Jugend = weiß mit Zusatz „C“ im Verlängerungsfeld

Jugend-Flagfootball Champions-Klasse = weiß mit Zusatz „F“ und Zusatz „C“ im Verlängerungsfeld

Jugend-Flagfootball Bambini-Klasse = weiß mit Zusatz „F“ und Zusatz „B“ im Verlängerungsfeld

Spielerpässe mit der Kennzeichnung „F“ berechtigen nicht zum Spielen sowohl im Flagfootball als auch im Tackle-Team des jeweiligen Vereins. Es ist erlaubt sowohl eine Spielerlizenz für Flagfootball als auch für Tackle-Football zur selben Zeit zu besitzen. Die Spielerlizenzen für Flag-Football und für Tackle-Football können für unterschiedliche Vereine ausgestellt werden.

Spielerpass (§46 BSO):

Der Spielerpassantrag muss mindestens folgende maschinengeschriebene Erkennungsmerkmale und Daten des Inhabers enthalten:

  1. Name
  2. Vereinsname
  3. Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit
  4. Lichtbild
  5. Beginn der Spielberechtigung, evtl. ihre Befristung
  6. Registriernummer des Ausstellers
  7. Landesverband
  8. Unterschrift des Spielers, bei minderjährigen Spielern zusätzlich die der Sorgeberechtigten.
  9. vollständiges Datum der Ausstellung/Verlängerung auf dem Pass als auch dem Passantrag
  10. Angaben zur letzten Vereinszugehörigkeit

Der Spielerpass und der Spielerpassantrag muss zwei identisch farbige Passfotos enthalten.

Passverlängerungen (BSO §47):

Eine Verlängerung der Spielberechtigung ist nur mit der persönlichen und eigenhändigen schriftlichen Zustimmung des Spielers zulässig. Bei minderjährigen Spielern zusätzlich die Unterschrift der Sorgeberechtigten. Diese Erklärung muss im Original eingereicht werden.

Ändert sich die Ligazugehörigkeit eines Teams zum neuen Spieljahr, sind die zu verlängernden Pässe mit einem maschinengeschriebenen Aufkleber zu aktualisieren.

Passeigentum (BSO § 49) und Entwertung (BSO § 66):

Die Pässe sind im Eigentum des AFCVBB, sie sind jedoch von den Vereinen sorgfältig aufzubewahren. Eine Aufbewahrung durch die Spieler ist nicht statthaft.

Nicht mehr benötigte oder nicht verlängerte Spielerpässe sind umgehend zurückzusenden, um entwertet zu werden.

Die Entwertung erfolgt durch die Pass-Stelle durch Streichung des Vermerks der Erteilung der Spielberechtigung für das jeweilige Spieljahr auf dem Passformular.

Eine Entwertung wird zum übernächsten Spiel des Vereins wirksam.

Durch die Entwertung von Pässen in der laufenden Saison darf die Anzahl der durch den Verein bei Lizenzbeantragung vorzulegenden Spielerpässe nicht unterschritten werden.

Andernfalls fehlt es nachträglich an einer Lizenzvoraussetzung und die Spiellizenz ist zu entziehen.

Ausstellungsfristen für Spielerpassanträge (BSO §51):

Der Antrag auf Erteilung der Spielberechtigung muss unter Beifügung aller erforderlichen Unterlagen rechtzeitig vor dem Spiel, in dem die Mitwirkung vorgesehen ist, bei der Passstelle eingehen.

Nach Abschluss der regulären Ligaspiele der Mannschaft darf für Mannschaften außerhalb der Herren- Bundesligen (GFL & GFL 2) kein Spielerpass mehr ausgestellt werden, es sei denn, der Pflichtspielbetrieb der entsprechenden Mannschaft (Meisterschafts-, Play- Off-, Relegations-, und Endspiel) ist beendet.

Nach dem 31.07. eines Jahres darf, außer bei den in dieser Spielordnung ausdrücklich genannten Ausnahmen, für Mannschaften der Herren-Bundesligen (GFL & GFL 2) kein neuer Spielerpass ausgestellt werden.

Missbrauch des Spielerpasses/Haftung für falsche Angaben (BSO §56):

Die Vereine haften für die Richtigkeit der auf dem Pass vermerkten Eintragungen, soweit sie auf Angaben beruhen, die der Verein zu machen hat. Hierzu gehört auch, dass der Spielerpassantrag nur für die Spiel- oder Altersklassen gestellt werden darf, für die eine Spielberechtigung erteilt werden darf.

Die Vereine haben die Angaben ihrer Mitglieder zu überprüfen. Dies beinhaltet insbesondere aber nicht ausschließlich die Vollständigkeit des Namens, die Richtigkeit der Geburtsdaten und Staatsbürgerschaft. Stimmen diese nicht mit den Angaben auf dem Passantrag überein, so wird davon ausgegangen, dass der Verein die Daten nicht überprüft hat. Der Verein muss sich diese Falschangaben dann als schuldhaftes Verhalten zurechnen lassen (unsachgemäße Angaben)

Spieler, die im Spielerpassantrag falsche Angaben machen, haften für diese Angaben.

Einzureichende Dokumente:

  • Spielerpassantrag bzw. Passverlängerungsantrag mit Pass.
  • ggf. Freigabe des bisherigen Vereins bei neuen Passanträgen (vgl. „Freigaben“).
  • ggf. ITC-Antrag (International Transfer Card) bei Spielern, die aus einer internationalen Liga nach Deutschland wechseln (vgl. Anleitung „Internationale Spielerwechsel“).
  • Datenschutzrechtliche Einverständniserklärung des Sportlers.

zusätzlich für Passanträge von Spielern unter 18 Jahren:

  • „Jugendbogen“ = Einverständniserklärung der Sorgeberechtigen und Bestätigung des Vorhandenseins eines sportärztlichen Attestes gem. BSO § 45 Abs. 3 (durch beide Sorgeberechtigten zu unterschreiben), einmalig innerhalb jeder Altersgrenze.

Antrag auf Einsatz in der nächst höheren Altersklasse (BSO § 13):

Der Landesverband kann auf Antrag Spieler, die in dem Jahrgang unter der jeweiligen Altersgrenze liegen, zur Teilnahme an der nächst höheren Jugendaltersklasse zulassen. Laut Beschluss des Spielbereiches NORD/OST von Oktober 2018 gilt eine Zulassung für die gesamte Saison (nicht für einzelne Spiele) und wird nur dann erteilt, wenn der Verein keine Jugendmannschaft in der darunterliegenden Spielklasse im Spielbetrieb hat.

Aufrücken in eine höhere Altersklasse (BSO § 17):

Ein Spieler kann, wenn ihm dies vom Alter her erlaubt ist, in eine höhere Altersklasse wechseln, wenn der Pflichtspielbetrieb seiner bisherigen Mannschaft abgeschlossen ist.

Analog zur BSO (Regelung A-Jugendspieler wechseln zu den Herren) gilt das im Spielverbund Nord/Ost für alle Altersklassen.

Wechselbestimmungen/Freigaben (BSO § 60):

Wechselt ein Spieler den Verein, kann der abgebende Verein die Freigabe des Spielers verweigern und den Wechsel (bis zur Freigabeerteilung) verhindern.

Die Freigabe darf aber nur aus den folgenden Gründen verweigert werden:

  • ausstehende Beitragszahlungen,
  • nicht retournierte Ausrüstung,
  • laufendes Vereinsstrafverfahren, dem sich der Spieler durch Austritt entziehen kann,
  • sonstige finanzielle Verpflichtungen des Spielers gegenüber dem Verein,
  • Eine Verweigerung der Freigabe muss schriftlich begründet werden und finanzielle Forderungen müssen dargelegt werden. Das Freigabeverfahren darf vom abgebenden Verein nicht missbräuchlich in die Länge gezogen werden (BSO §63).

Das Freigabeverfahren richtet sich nach dem Wechselzeitpunkt (§60 BSO):

  • Bei einem Wechsel zwischen 01. März und 31. Oktober muss der abgebende Verein grundsätzlich eine schriftliche Freigabe erteilen. Dabei muss der abgebende Verein der Freigabe innerhalb von 14 Tagen nach Information über den Wechsel erteilen oder verweigern. Die Freigabe gilt automatisch als erteilt, wenn der abgebende Verein nicht innerhalb von 14 Tagen widerspricht.
  • Für Wechsel zwischen dem 01. November und 28./29. Februar ist ebenfalls eine Freigabe erforderlich, wenn der Pass bereits vom abgebenden Verein verlängert wurde. Hierbei ist zu beachten, dass der freigebende Verein die Pass-Stelle darüber informiert, dass der Pass nun doch nicht verlängert werden soll (bzw. falls er bereits ausgestellt wurde, entwertet werden muss).
  • Wurde ein Spielerpass nicht verlängert, ist bei einem Wechsel zwischen dem 1. November und 28./29. Februar zwar nach BSO keine Freigabe erforderlich, im AFCVBB gilt allerdings laut Beschluss der Jahreshauptversammlung vom 31.03.2001, dass auch in diesem Fall eine Freigabe durch den abgebenden Verein verweigert werden kann, wenn Beiträge offen sind, Spielmaterialien nicht zurückgegeben wurden oder andere Forderungen an den Spieler bestehen. Das Verfahren entspricht somit dem eines Wechsels nach Passverlängerung zwischen dem 01. November und 28./29. Februar.

Stand: Mai 2019