Ansetzungen 28.05./29.05.2016
Nachdem sich am vergangenen Sonntag die beiden Berliner GFL-Teams im direkten Vergleich gegenüberstanden, gehen sie nun wieder getrennte Wege. Die Berlin Rebels treten am Sonntag um 15 Uhr im Hamburger Hammer-Park bei den Huskies an und können ihrem Ziel, in diesem Jahr endlich einmal in die Playoffs einzuziehen, ein gehöriges Stück näher kommen. Die Berlin Adler können zeitgleich im Berliner Poststadion bei einem Sieg gegen die ebenso relegationsgefährdeten Düsseldorf Panther den Abstand zum Tabellenende weiter vergrößern.
Für die beiden Jugenderstligisten ist der erste Spieltag der Rückrunde ebenfalls wegweisend. Die Adler treffen in ihrem Heimspiel am Sonntag um 11 Uhr im Poststadion auf den bisher sieglosen Tabellenletzten aus Spandau und haben bei einem Sieg den Einzug in die Playoffs fast schon erreicht. Die Rebels müssen um 15 Uhr an der Bärnsdorfer Straße in Dresden gewinnen, um eine ernsthafte Chance darauf zu wahren.
Ebenfalls am Sonntag um 15 Uhr spielen die Potsdam Royals, diesmal in Köln Chorweiler. Die Cologne Crocodiles sind mit nur einer Niederlage bei den Paderborn Dolphins Tabellenzweiter, für die Königlichen ist es das zweite von fünf Auswärtsspielen in Folge.
Eine Spielklasse darunter wird in Cottbus gespielt. Im Max-Reimann-Stadion treffen am Samstag um 16 Uhr die Crayfish auf die Berlin Bears. Die Gäste sind nach den Niederlagen gegen die Rostock Griffins und Berlin Rebels II Tabellenletzter der Regionalliga.
Die Oberliga sieht Spiele an zwei Orten. Die Berlin Thunderbirds müssen nach ihrer Niederlage bei den Jenaer Hanfrieds erneut nach Thüringen. Gastgeber sind am Samstag um 16 Uhr in der Essener Straße in Erfurt die bisher sieglosen Erfurt Indigos. Für den Aufsteiger ist dieses Aufeinandertreffen das erste Spiel gegen einen möglichen Abstieg. Mit der Leistung der ersten Halbzeit vom vergangenen Wochenende sollte für das Team von Head Coach Martin Lutzke ein Sieg aber machbar sein. Die Spandau Bulldogs haben am Sonntag ab 15 Uhr den Tabellenführer aus Jena zu Gast im Helmut-Schleusener-Stadion.
In der Landesliga finden ebenfalls am Sonntag um 15 Uhr zwei Spiele statt. Im Stadion Wilmersdorf empfangen die Berlin Kobras die Berlin Bullets und im Erich-Ring-Stadion in Erkner haben die neugegründeten Baltic Blue Stars Rostock ihren zweiten Ligaauftritt.
An selber Stelle findet am Tag zuvor das einzige Spiel in der B-Jugendliga statt. Um 15.30 Uhr hoffen die Razorbacks gegen das bisher enttäuschende Prep Team der Berlin Adler auf ihren zweiten Heimerfolg in dieser Spielzeit. In der Jugendregionalliga findet nach der Absage des Spiels der Berlin Kobras bei den Chemnitz Varlets auch nur ein Spiel statt. Die Berlin Thunderbirds treffen am Sonntag um 11 Uhr in der Leipziger Ratzelstraße auf die Leipzig Lions und in der Jugendoberliga haben die Cottbus Crayfish die Radebeul Surburbian Foxes zu Gast. Kickoff in der Elisabeth-Wolf-Straße ist am Sonntag um 15 Uhr.
Ergebnisse 21.05./22.05.2016
Die U17 der Berlin Thunderbirds bleibt Tabellenführer der Gruppe A der B-Jugendliga Ost. Nach den beiden Erfolgen über die Berlin Adler hatten nun auch die Spandau Bulldogs das Nachsehen und verloren ihr Heimspiel am Samstag überraschend deutlich mit 14:34. Erfolgreicher war das neu gegründete Damenteam der Vorstädter, dass sich im Anschluss mit einem 39:00 über die Bielefeld Bulldogs hinweg und im Mittelfeld der zweiten Damenbundesliga festsetzte. Jan Baldszuhn war bei diesem Spiel dabei. Seine Bilder gibt es hier zu sehen.
Keine Chance hatte die A-Jugend der Berlin Bullets in Neubrandenburg. Das Team von Head Coach André Hightower ging nach einem respektablen 06:18 zur Halbzeitpause noch mit 06:46 bei den Tollense Sharks unter. Hightower äußerte sich zu den Gründen für die Niederlage: „In der Defense haben uns die starken Runs der Gegner zu schaffen gemacht. Das Passspiel hatten wir gut im Griff. Ausschlaggebend für die Niederlage waren die Special Teams und die streckenweise fehlende Konzentration der Spieler. Wir haben viele neue Spieler im Team, die heute ihr erstes Spiel absolviert haben. Viele Abläufe im Spiel und die Kommunikation zwischen Spieler und Coaches muss sich erstmal einspielen.“
In der Gruppe C der Jugendoberliga gewannen die Red Cocks aus Frankfurt /O. mit 55:00 bei den Leipzig Hawks und bleiben Tabellenführer. Die Cottbus Crayfish Jugend gewinnt ihr erstes Saisonspiel bei den Radebeul Surburbian Foxes mit 27:12.
Spitzenreiter der Jugendregionalliga bleiben die Berlin Bears, die auch ihr fünftes Saisonspiel gewannen. Gegen die Leipzig Lions hieß es am Ende 45:06. Der Tabellenzweite aus Potsdam gab sich beim Tabellenletzten aus Chemnitz keine Blöße und gewann mit 20:06.
Am Sonntag unterlagen die Berlin Adler den Berlin Rebels mit 26:49. Foto: frtp.de_Dannhaus. Mehr Fotos von Stephan Dannhaus gibt es hier.
Einen Spielbericht zu diesem Spiel der GFL Gruppe Nord ist seit Sonntag in der Teamzone veröffentlicht. Jan Baldszuhn hat hier weitere Fotos veröffentlicht.
Die Potsdam Royals verlieren eine Spielklasse tiefer beim Tabellenführer Paderborn Dolphins nach einem verschlafenen ersten Viertel mit 25:38 und müssen am nächsten Wochenende beim Tabellenzweiten in Köln antreten.
Den Vergleich zweier bisher siegloser Teams entschieden die Cottbus Crayfish bei den Tollense Sharks mit 32:30 für sich. In der Oberliga gewannen die Spandau Bulldogs gegen die Chemnitz Crusaders glatt mit 29:00 und sind jetzt punktgleich mit den Magdeburg Virgin Guards Tabellenzweiter. Die Berlin Thunderbirds hielten beim Tabellenführer aus Jena bis tief in das dritte Spielviertel hinein gut mit, mussten sich aber dann doch noch den Hanfrieds mit 16:27 geschlagen geben.
Rebels bezwingen Adler erneut
Die Berlin Rebels gewinnen das dritte GFL-Hauptstadtderby in Folge, diesmal mit 49:26. 3448 Zuschauer sahen bei sommerlichen 29°C im Berliner Poststadion eine, insgesamt gesehen, doch recht einseitige Partie.
Der hohe Sieg der Gäste geht vollkommen in Ordnung und wäre vermutlich noch sehr viel höher ausgefallen, wenn die Charlottenburger es einmal schaffen würden, disziplinierter zu Werke zu gehen. Auch in diesem Spiel sammelten die Rebellen eifrig gelbe Tücher. Zwei aberkannte TD und etliche 15-Yard- und andere Strafen waren zusätzliche „Ausbeute“ der Rebellen. Knappe Spiele verliert man so auch schon einmal, aber von einem Sieg war der sechsfache Deutsche Meister auch an diesem Sonntag spielerisch weit entfernt.
Keine drei Minuten waren vergangen, als die ersten Punkte auf dem Scoreboard aufleuchteten und die Adler gezwungen waren, einem Rückstand hinterherzulaufen. Bei einem 4. und 2 ließ Rebels Running Back Larry McCoy die Abwehr des Gastgebers das erste Mal so richtig schlecht aussehen. 52 Yards nach seinem Antritt hieß es 7:0 aus Sicht der Gäste (PAT Maximilian von Wachsmann.)
Der US-Amerikaner Mason Zureck, neuer Running Back der Adler, trat im Gegenzug gleich zwei Mal in Aktion. Seinem Lauf über sechs Yards folgte, nach der ersten 15-Yard-Strafe gegen die Rebels, sein erster Fumble in der GFL. Den Recovery Touchdown der Gäste verhinderte ein illegaler Block in den Rücken eines Spielers der Adler abseits des eigentlichen Spielgeschehens. Die Rebels trennten sich mit Punt vom Ball und wieder profitierten die schwarz-gelben von zwei 15-Yard-Flaggen. Diese brachten die Gastgeber bis in die Redzone der Rebellen. Die verbleibenden 11 Yards überwand Devon Francois nach Pass von Paul Zimmermann, den ersten und auch den nächsten PAT vergab Manuel Lewerenz, der Kicker der Adler.
Sein anschließender Kickoff landete in den Händen von Jamaal White, der die Führung der Rebels mit direktem Return auf 14:6 ausbaute. Kevin Hummels Recoverytouchdown brachte die Adler nach dem Fumble von Bekim Bujari im nächsten Drive der Rebels noch einmal auf zwei Punkte heran.
So nah kamen die Adler ihren Gegnern in der Folgezeit nicht mehr. Deren nächster Touchdown wurde erneut nicht gegeben, wieder ahndeten die Schiedsrichter einen illegalen Block. Die nächsten Punkte des Spiels erzielte wieder Larry McCoy, 18 Sekunden vor der Halbzeit fing Matthias Wolff noch einen 52 Yard-Pass von Terell Robinson zum vorentscheidenden 28:12 aus Sicht der Gäste.
Die zweite Halbzeit begann so wie die erste. Das Spiel der Adler war geprägt von Unsicherheiten, die die Charlottenburger gnadenlos ausnutzten. Der belgische Wide Receiver Alexander Tounkara ließ die Führung der schwarz-silbernen nach einem Pass über 8 Yards auf 23 Punkte anwachsen und noch immer hatten die Gäste nicht genug. Zu Beginn des Schlussabschnitts trug sich auch noch der Spielführer der Gäste durch einen 25-Yard-Lauf in die Scorerliste ein. Der Quarterback der Adler verkürzte im Gegenzug durch einen 1-Yard-Lauf auf 19:42.
Die Gäste schickten nun etliche Backups auf das Spielfeld. Der ehemalige Quarterback der Rebels-A-Jugendmannschaft Marvin Neugokath führte seine Farben bis an die 40 der Gastgeber. Dem anschließenden Lauf von Larry McCoy zur erneuten 30-Punkte-Führung der Gäste folgte noch ein 9-Yard-Lauf von Devon Francois zum Endstand von 26:49. Zwei weitere Fouls der Rebels und drei Läufe von Larry McCoy beendeten die Partie.
Ansetzungen 21.05./22.05.2016
Ein volles Haus erwarten am Sonntag um 15 Uhr die Berlin Adler zum Lokalderby in der GFL gegen die Berlin Rebels. Die Voraussetzungen beider Teams könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Adler rennen trotz des Eurobowlgewinns im Jahr 2014 eigentlich schon seit 2010 ihrer einstigen Größe hinterher. Ihre Charlottenburger Kontrahenten kamen bisher nie so wirklich aus dem Schatten der schwarz-gelben heraus. Dann gab es ausgerechnet am amerikanischen Unabhängigkeitstag des vergangenen Jahres jene denkwürdige 59:14 Demontage, in deren Anschluss viele bereits von einer Wachablösung in Berlin sprachen. Die Rebels sind jetzt nicht mehr Underdog und müssen liefern. Der Sonntag wird zeigen, ob sie dazu in der Lage und wirklich die neue # 1 sind.
Parallel zu der Partie im Poststadion wird auch im Spandauer Helmut-Schleusener-Stadion gespielt. Die heimischen Bulldogs treten nach den beiden Partien gegen die Berlin Thunderbirds nun gegen die Chemnitz Crusaders an. Der Tabellenletzte der Oberliga verlor sein Auftaktmatch beim Tabellenführer aus Jena. Die Hanfrieds empfangen ebenfalls um 15 Uhr daheim im Sportpark Lobeda West die Berlin Thunderbirds. Der Aufsteiger wird erst nach diesem Spiel wirklich wissen wo er steht.
Eine Spielklasse höher findet nur ein Spiel statt. Die Cottbus Crayfish treffen am Samstag um 15 Uhr im Neubrandenburger Badeweg auf die Tollense Sharks. Beide Teams sind in dieser Spielzeit noch sieglos. An gleicher Stelle wird bereits ab 11 Uhr gespielt. Die A-Jugend der Gastgeber empfängt die Berlin Bullets zum Spiel in der Gruppe A der Jugendoberliga. Am Sonntag spielen ab 15 Uhr dann noch zwei Brandenburger Teams der Gruppe C. Die Crayfish-Jugend fährt in das Lößnitzstadion nach Radebeul, während die Frankfurt O. Red Cocks auf dem Wettkampfplatz des LSV Süd/West nach Leipzig müssen.
Ebenfalls auswärts werden die Potsdam Royals antreten, Gastgeber am Sonntag um 15 Uhr sind die bisher ungeschlagenen Paderborn Dolphins. Gespielt wird im Hermann-Löns-Stadion. Die A-Jugend der Königlichen spielt zeitgleich in Chemnitz ihr Rückspiel bei den Varlets. Das andere Spiel der Jugendregionalliga wird um 16 Uhr in der Lipschitzallee angepfiffen. Der ungeschlagene Tabellenführer Berlin Bears empfängt die Leipzig Junior Lions.
Eröffnet wird das Wochenende mit zwei Spielen in Spandau. Bereits um 11 Uhr treffen der Tabellenerste und der Tabellenletzte der B-Jugendliga Gruppe A aufeinander. Um 15 Uhr sind dann die Spandau Bulldogs Ladies das gastgebende Team für die Bielefeld Bulldogs. Die Verliererinnen übernehmen bis zum nächsten Spieltag die rote Laterne in der 2. Damenbundesliga.
AFVD vergibt die Ausrichtung des 35. Juniorbowls an die Schwäbisch Hall Unicorns
Das 35. Endspiel um die Deutsche Jugendmeisterschaft findet am 31.07.2016 im Optima Sportpark in Schwäbisch Hall statt. Das AFVD-Präsidium gab der Bewerbung der Schwäbisch Hall Unicorns um die Ausrichtung des Spiels den Zuschlag.
„Wir freuen uns sehr, den Juniorbowl XXXV in Schwäbisch Hall ausrichten zu können“, sagt AFVD-Präsident Robert Huber. „In Schwäbisch Hall wurde mit dem Optima Sportpark die ideale Spielstätte für dieses Spiel errichtet und mit den Unicorns haben wir einen erfahrenen und verlässlichen Partner für das Endspiel an unserer Seite.“
Das neue Stadion in Schwäbisch Hall war auch der Auslöser dafür, dass sich die Unicorns für die Ausrichtung des 35. Juniorbowls beworben haben. „Die neue Infrastruktur bietet den genau passenden Rahmen für das
Jugendendspiel“, sagt auch Jürgen Gehrke, Vorsitzender der Unicorns. „Wir freuen uns auf viele Besucher im Optima Sportpark und sind uns sicher, dass unabhängig von den teilnehmenden Mannschaften das Footballpublikum in unserer Region großes Interesse an dem Spitzenspiel des deutschen Jugendfootballs zeigen wird.“
Bereits 2003, das Jahr des 25. Jubiläums der Schwäbisch Hall Unicorns, wurde der Juniorbowl in Schwäbisch Hall ausgetragen. Damals konnten sich die Rekordjugendmeister Düsseldorf Panther mit 40:0 klar gegen die Darmstadt Diamonds durchsetzen. Die Unicorns konnten bislang nur einmal die Bühne des Deutschen Jugendendspiels betreten: 1997 unterlag man in Hamburg den Berlin Adlern mit 0:33.
Razorbacks holen die ersten Punkte in Wolgast
Back in the days – 2008 begann die wiedergegründete Herrenmannschaft der Erkner Razorbacks ihre erste Footballsaison überhaupt gegen ein neugegründetes Team aus Wolgast mit einem legendären 00:00. 8 Jahre später stehen sich die Teams wieder in der Verbandsliga Ost gegenüber. Das Spiel entschieden die Razorbacks mit einem 12:22 für sich. Mit dabei waren auch wenige Haudegen von einst.
Der Ballbesitz ging zunächst an die Erkneraner die noch etwas nervös die Pille mit einem guten Mix aus Lauf und Pass nach vorn treiben wollten. Die smarte, harte und gut eingestellte Wolgaster Defense verhinderte das nach einigen Spielzügen, sodass also die Razorbacks punten mussten.
Doch der Ball blieb nicht lange bei den Wolgastern. # 84 Lorenz Köhler interceptete einen 3&10 Pass an der gegnerischen 40 Yard Line und brachte unsere Jungs wieder ins Angriffsrecht.Kurz darauf passte #18 Marco Reich einen ansehnlichen Vertical an #23 Sören Waterstrat, der diesen spektakulär mit einer Hand fing und noch einen Fuß inbounce (im Feld) platzieren konnte.
Die Anwort der Wolgaster folgte umgehend. Nur wenige Spielzüge brauchten die Gastgeber, um die Pille 2x in die Endzone der Razorbacks zu platzieren. Der erste Touchdown per Lauf und der zweite mit einem auch sehr sehenswerten Kurzpass.
Vor der Halbzeit dreht Quarterback Marco Reich den Punktestand noch einmal in ein 12:16. Die Razorbacks gingen damit mit einer strategisch sowie moralisch wichtigen Führung in die Pause.
In der 2. Hälfte verlief das Spiel eher neutral und fahrig. Die Razorbacks versuchten mit der Führung im Rücken viel Zeit mit Läufen von der Uhr zu nehmen.
Die Wolgaster hingegen versuchten die Lücke in der Defense der Razorbacks, die sie in der ersten Halbzeit noch richtig identifizierten, aber nun, durch wichtige Adjustments in den Verteidigungsreihen der Wildschweine, nicht mehr bedienen konnten, weiterhin zu attackieren – Die Versuche blieben aber erfolglos.
Nun war es überraschend Rookie WR #80 Georg Beyer, der in seinem ersten Punktspiel einen kurzen Handoff nahm und 45 Yards später plötzlich in der Endzone stand und sein Glück kaum fassen konnte.
Bevor das Spiel dann auslief, gab es noch einmal spektakuläre Szenen. Wolgast fing ca. 90 Sekunden vor Spielende den Ball an der 50 Yard Line ab, bäumte sich noch einmal auf und spielten passlastiger. Infolge dessen brachte es Rookie #56 Norman Kulenisch fertig, in seinem ersten Spiel den Quarterback in 3 von 4 Spielzügen zu „sacken“, also den balltragenden Spieler zu Boden, und das Spiel nach Hause zu bringen.
Head Coach Henning Schulz nach dem Spiel: „Zunächst haben wir gewonnen. Das war der erste Pflichtspielsieg nach 14 Niederlagen in der Oberliga im vergangenen Jahr, es war also unglaublich wichtig für das Team. Wir haben ein neues Konzept eines Teams auf das Feld gebracht, was heute belohnt wurde. Wo wir damit stehen, wissen wir noch nicht. Das werden wir aber spätestens gegen Rostock zu Hause am 29.05. herausfinden. Bis dahin bleibt für uns nur: Videoauswertung, Feinabstimmung, Training.“
Text und Fotos: Erkner Razorbacks
Ergebnisse 14.05./15.05.2016
Über 1.000 Zuschauer fanden den Weg in den Potsdamer Luftschiffhafen und sahen einen 40:25-Heimerfolg der Royals gegen die Bielefeld Bulldogs. Nach ausgeglichenen drei Spielabschnitten zogen die Gastgeber im letzten Viertel das Tempo an. Dem hatten die Westdeutschen nichts mehr entgegenzusetzen. Zuvor gewann die heimische A-Jugend gegen die Chemnitz Varlets mit 50:14. Tabellenführer der Jugendregionalliga bleiben die Berlin Bears, die ihre Heimaufgabe gegen die Berlin Thunderbirds mit 28:14 lösten und dabei weniger Probleme als erwartet hatten. Im dritten Spiel der zweithöchsten A-Jugendliga gewannen die Leipzig Junior Lions bei den Berlin Kobras mit 07:06.
Auch das Regionalligateam der Sachsen verließ als Sieger den Platz. Mehr zum 42:17 bei der zweiten Mannschaft der Berlin Rebels gibt es hier. Das zweite Spiel in dieser Spielklasse endete auch mit einem Auswärtserfolg. Die Rostock Griffins erwiesen sich als viel zu stark für die gastgebenden Berlin Bears und siegten ungefährdet mit 25:00. Die Bears haben dazu einen Spielbericht veröffentlicht. Dieser ist ebenfalls in der Teamzone zu finden. Foto: Berlin Bears.
Das GFL-Team der Berlin Adler holt zwei wichtige Punkte im Kampf gegen eine mögliche Relegation. Wie im vergangenen Jahr gab es einen Sieg bei den Hamburg Huskies, diesmal mit 17:14. Die Razorbacks kehrten ebenfalls mit einem Auswärtssieg nach Erkner zurück. Der Absteiger in die Landesliga gewann mit 22:12 bei den Wolgast Vandals.
Den höchsten Tagessieg sahen die Besucher im Stadion Wilmersdorf. Die Berlin Kobra Ladies schickten erwartungsgemäß das Damenbundesligateam aus Kiel mit 56:00 nach Hause und machten bereits im ersten Saisonspiel klar, dass sie auch im diesjährigen Titelrennen wieder die Favoritinnen sind. Foto: Jan Baldszuhn.
Mehr Fotos von diesem Spiel gibt es hier. Die Spandau Bulldogs Ladies konnten in der 2. Damenbundesliga gegen die Hamburg Blue Devilyns mit 26:16 ihren ersten Saisonsieg erringen.
Am Pfingstsonntag spielten dann noch zwei weitere Mannschaften der Rebels. Während das Bundesligateam ein zumindest in den Schlussminuten packendes Spiel gegen die Kiel Baltic Hurricanes mit 19:17 gewinnen konnte (hier der Spielbericht dazu), verlor die Charlottenburger B-Jugend mit 07:20 bei den Berlin Kobras, die nunmehr das einzige ungeschlagene Team in der Gruppe der B des regionalen U17-Spielbetriebs sind.
Larry McCoy rettet die Rebels
Das GFL-Team der Berlin Rebels setzt sich nach einer in den Schlussminuten dramatischen Auseinandersetzung gegen die Kiel Baltic Hurricanes mit 19:17 durch.
Der Unterschied zwischen beiden Teams an diesem Pfingsonntag war Running Back Larry McCoy. Zunächst mit Läufen über 40 bzw. 14 Yards in die Endzone der Canes für die Führung (PAT Maximilian von Wachsmann) und den späteren Anschluss zum 13:17 sorgend, rettete die #28 der Rebels mit seinem Lauf über 31 Yards bis in die Hälfte der Canes eine Mannschaft, die eigentlich schon geschlagen war. Foto: frtp.de_Dannhaus
Diese Vorarbeit seines Ballträgers bei unter zwei Minuten verbleibender Spielzeit ermöglichte es Quarterback Terell Robinson, nach zwei eigenen Läufen bis an die Kieler 13-Yard-Linie mit Pass auf Darius Outlaw den Sack zuzumachen. Sein Sieg bringender Catch allein war spektakulär, zumal das eigene Passspiel wegen des starken Windes und immer wieder einsetzenden Regens nicht so lief wie zuletzt gegen die Monarchs. Einzig beim Rückpass von Robinson auf Outlaw und dessen anschließender „Granate“ auf Matthias Wolff, der den Ball allerdings nicht fangen konnte, ging ein Raunen durch das Publikum.
Zwischen dem ersten und dem letzten Score des Spiels war auf beiden Seiten viel Leerlauf zu sehen. Auch ohne die beiden gesperrten Linebacker Atakan und Baunacke hatten die Hauptstädter den blassen Gästeangriff gut im Griff. Größtes und immer wiederkehrendes Manko der Rebellen: die vielen Flaggen. Ob es nun fehlende Konzentration oder Übereifrigkeit war, fünf Offsides der Defense allein bis zum Halbzeitpfiff sind definitiv zu viel. Dazu kamen wieder etliche andere Fouls und so 120 Yards an Strafen zusammen.
Zumindest dieses Ergebnis konnten die Gäste von der Förde noch bei weitem toppen. Etliche 15-Yarder, auch immer wieder bei den brandgefährlichen Kickoffreturns der Charlottenburger entstehend, verbesserten deren jeweilige Feldpositionen erheblich. Die Rebels vermochten es jedoch nicht, diese entscheidend zu nutzen. Der Angriff blieb insgesamt blass, ohne McCoy wäre an diesem Tag auch gegen ein schwaches Kieler Team nicht sehr viel gegangen. Das Kicking Team hatte ebenfalls keinen guten Tag. In engen Spielen zählt bekanntlich jedes Field Goal und jeder PAT besonders.
Das machten die Gäste besser. Nach dem Ausgleich von Benedikt Englmann nach Pass von Quarterback Logan Schrader (PAT Thiadric Hansen) und dem 35-Yard-Fieldgoal von Hansen im zweiten Spielabschnitt, erhöhten die Canes durch die Kombination Schrader/Lennart Stolina nach der Pause auf 17:07. Eine Interception des Kieler Quarterbacks auf Bekim Bujari leitete dann das bereits erwähnte 13:17 aus Sicht des Gastgebers ein. Auch diesem gingen zwei Läufe des überragenden Running Backs der Rebels voraus.
Fast wäre den Hauptstädtern der verschossene Fieldgoalversuch kurz vor der Halbzeit und der vergebene PAT nach dem Anschluss zum Verhängnis geworden, aber ein Snapfehler beim 24-Yard-Fieldoalversuch zu Beginn des Schlussabschnitts verhinderte eine höhere Führung der Norddeutschen. Diese kamen zwar unmittelbar danach durch einen Fumble der Gastgeber wieder in Ballbesitz, entschieden sich aber bei 4. und Inches in der gegnerischen Hälfte, den Ball abzugeben. Das erwies sich in der Konsequenz bei noch unter drei Minuten verbleibender Spielzeit als Fehler. Mit dem letzten Drive des Spiels bei verbleibenden 23 Sekunden erreichten die Canes dann nicht mal mehr die Mittellinie.
Mehr Fotos von diesem Spiel hat Stephan Dannhaus hier veröffentlicht.
Siegesserie gerissen
Die zweite Mannschaft der Berlin Rebels verliert am Samstagnachmittag ihr erstes Heimspiel als Regionalligist mit 17:42 gegen die Leipzig Lions.
Rund 250 Zuschauer waren bei kaltem und windigen Wetter in die Charlottenburger Forckenbeckstraße gekommen, um den Aufsteiger erneut siegen zu sehen. Doch daraus wurde nichts. Nach einem Durchmarsch von der fünften in die dritte Liga mit 13 Siegen in Folge war jetzt Schluss. Die Schuld für die Niederlage muss sich der Gastgeber ganz allein geben. Das Ergebnis war viel zu hoch, unnötig und ärgerlich zugleich, denn das Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften wurde vom Heimteam leichtfertig aus der Hand gegeben. Die Gäste dagegen nutzten ihre Chancen konsequent.
Von Beginn an rieb man sich verwundert die Augen. Die Hauptstädter fanden trotz optischer Vorteile ihrer D-Line kein Mittel gegen die fast ausschließlich auf den Pass setzenden Gäste. Wenn diese tatsächlich doch mal liefen, dann meistens über ihren Import-Quarterback Phillip Garcia, der aus der Not heraus so agieren musste. Dessen Pass beim vierten und drei auf Wide Receiver Henner Barberowsky (PAT jeweils Manuel Kienitz) bedeutete die frühe Führung, die die Messestädter bis zum Ende nicht mehr abgaben.
Die Gastgeber ihrerseits antworteten mit einem 40-Yard-Kickoffreturn von Timoteo Cura, zu denen nach einem Personal Foul weitere 15 Yard hinzukamen. Drei Spielzüge später war an der gegnerischen 25 aber Schluss und die Hausherren mussten sich mit einem 42-Yard-Fieldgoal ihres Quarterbacks und Kickers Ben Hermann zufriedengeben. Der Rest des ersten Viertels gehörte beiden Abwehrreihen, die ihre Gegenüber nach jeweils drei Versuchen wieder vom Feld schickten.
Im zweiten Spielabschnitt zeigten die Gastgeber, warum sie in den vergangenen zwei Jahren so erfolgreich waren. Zum sehr guten Wurfarm ihres Spielführers gesellten sich variable Läufe ihrer Running Backs durch die Mitte und über Außen, das machte das Spiel des Aufsteigers nicht ausrechenbar. Einziges Manko an diesem Tag und somit der Unterschied zu sonst: Die Wide Receiver waren oftmals entweder zu langsam oder hielten die Bälle nicht fest. Das machten die Lions besser.
Auch dem nächsten Score der Gäste ging das schon mehrfach Beobachtete voraus. Es ist unverständlich, wie der in arge Bedrängnis gekommene Quarterback seinen Pass an Kevin Stelzerl vervollständigen konnte, den dieser dann mit Sprint über das halbe Spielfeld in die Endzone der Hausherren trug. Bereits hier deutete sich an, was dann letztendlich spielentscheidend werden sollte: Die Spieler des Aufsteigers tackelten nicht mit der erforderlichen Konsequenz und die selten auf den Ball schauenden Cornerbacks hatten durchweg einen rabenschwarzen Tag erwischt.
Im direkten Gegenzug verkürzten die Rebels erneut. Dem TD-Pass auf Philip Goos ging erneut ein brandgefährlicher Kickoffreturn der #8 und ein Lauf über die Außenbahn von Adrian Peter voraus. Aber wieder dauerten die diesmal 75 Yards der Lions nur einen Spielzug, dann war der alte Abstand wiederhergestellt. Wieder drehte sich der Quarterback der Gäste irgendwie aus drei Verteidigern heraus, brachte seinen Pass gegen die Laufrichtung noch an und es hieß 10:21. Nach einem (warum auch immer und viel zu langem) Onside Kick, den die Leipziger nicht sichern konnten und anschließendem Fumble der Gastgeber verabschiedeten sich beide Teams in die Halbzeitpause.
Aus dieser kamen die Rebels mit neuem Elan und die Gäste mit neuem Quarterback. Die Gastgeber erhielten zuerst den Ball, versäumten aber nach einem guten Drive die notwendigen Punkte zu erzielen. Der Fieldgoalversuch strich zudem am rechten Goalpost vorbei. Ein Fumble der Lions, von Michele Bacinski gesichert, eröffnete dem Aufsteiger die nächste Möglichkeit zu punkten. Ein Defense Offside beim 4. und 1 nahe der Mittellinie erhielt diesen Drive am Leben. Die Interception auf Ferdinand Märker beendete den dann doch.
Anschließend hielt die Defense der Charlottenburger erneut. Negativer Höhepunkt aus der Sicht des Gastgebers war dann unmittelbar danach der vollkommen unnötige Ballverlust beim Punt der Gäste, der von einem Spieler des heimischen Special Teams berührt, aber nicht gesichert wurde. Von diesen drei vergebenen Möglichkeiten erholte sich der Aufsteiger nun nicht mehr. Fehlende Konzentration in der Abwehr, häufigste Strafe war das Defense Offside, begünstigten die nächsten beiden Scores nach Pässen von Lennart Lüttgau auf den zweiten Import Patrick Fitzgerald bzw. Christoph Genau. Beim Lauf über 11 Yards von Philipp Lehmann zum Endstand von 17:42 waren die Gäste bereits beim Feiern und gedanklich wohl schon auf der Heimreise.
Berlin Bears unterliegen Rostock Griffins 0-25
Wie schon beim ersten Heimspiel der Saison lag strahlender Sonnenschein auf dem Homefield und etliche Zuschauer fanden den Weg ins DeGeWo-Stadion bei frühlingshaften Temperaturen um 15 Grad Celsius.
Früh im Spiel zeigte sich dann einerseits, dass den Bears etliche Schlüsselspieler an diesem Tag fehlten, und andererseits, dass die Rostocker ihrer Favoritenrolle gerecht werden wollten. Bereits im I. Quarter gelang den Gästen ein Touchdown nach einem langen Pass von QB Branden Cresap auf WR Cortez Barber, der zur 0-6 Führung (PAT nicht gut) führte. Unglücklich für die Defense der Bears, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie die Offense gut im Griff. Die Bears Offense wiederum, angeführt von QB Casey Mintz, zeigte sich gegenüber dem letzten Spiel deutlich verbessert. Kamen im letzten Spiel viele Pässe nicht an, stimmte nunmehr die Abstimmung deutlich besser und Bears QB Casey Mintz konnte einige schöne Pässe werfen und so Raumgewinn erzielen. Auch RB Yalinliolan Tansel erlief etliche Yards, jedoch fehlte am Ende stets der entscheidende Pass/Run in die Endzone.
Den Griffins gelang es schließlich noch vor der Pause, die Führung weiter auszubauen: ein Touchdown durch einen Pass auf WR Christian Emanuel (2-Point-Conversion nicht gelungen) und ein Field Goal durch K Christian Moddelmog sorgten für den Halbzeitstand von 0-15.
Nach der Pause zeigten sich die Bears dann nochmals stärker. Den Ball nach dem Kickoff empfangend, kam die Offense, wie schon in Halbzeit eins, mit schnellen Pässen und gelungenen Runs zu Raum-, jedoch wieder nicht zu Punktgewinn. Diesen erzielten abermals die Rostocker, als ein Pass von QB Branden Cresap mit WR Christian Moddelmog seinen Empfänger fand und so kurz vor Ende des III. Quarters die Führung auf 0-22 (PAT gut) ausgebaut wurde. Wieder kamen die Bears druckvoll zurück aufs Feld und man merkte Ihnen den Willen zum Punkten deutlich an, doch führte letztlich ein Field Goal vom Rostocker K Christian Moddelmog zum 0-25 Entdstand.
„In der ersten Halbzeit haben wir gut Druck aufbauen können und gerade unsere Offense hatte sich stark verbessert gezeigt, das war teilweise großes Kino von unserem QB Casey Mintz“ erklärte Headcoach Volker Hertzberg nach dem Spiel. Und ergänzte: „Letztlich hat es nicht gereicht gegen den Favoriten und das ist dann eben so. Aber wir haben uns weiterentwickelt und ich blicke optimistisch auf das nächste Spiel in zwei Wochen.“
Dieses bestreiten die Berlin Bears am 28. Mai 2016 auswärts gegen Cottbus Crayfish. Kickoff im Sportzentrum Cottbus ist um 15 Uhr.
Text und Fotos: Berlin Bears










