Rebels geben sich keine Blöße

Die Berlin Rebels gewinnen mit 30:13 gegen die Hildesheim Invaders und sind nach ihrem vierten Sieg in Folge weiterhin auf Playoffkurs.

Wegen eines Gewitters über Berlin und nachfolgender, mehr als ausgiebiger, Platzkontrolle durch das Sportamt Charlottenburg wurde die Partie am Sonntagnachmittag erst mit halbstündiger Verspätung angepfiffen. Einmal mehr war der Matchwinner Larry McCoy. Der Running Back der Rebels trug nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Samuel Shannon, der bereits mitten im zweiten Drive der Gastgeber mit einer schweren Schulterverletzung in ein Krankenhaus transportiert werden musste, das Laufspiel praktisch allein und sich wieder mit zwei Scores in die Punkteliste ein. Für die weiteren Punkte des alten und neuen Tabellenführers sorgten Marvin Neugokath mit einem 47-Yard-Fieldgoal, Terell Robinson mit einem Lauf über 39 Yards und nach 38-Yard-Pass auf Leonard Booten. Drei der vier PAT verwandelte Max von Wachsmann.

Die Rebels profitierten dabei von erheblichen Abstimmungsproblemen in beiden Linien der Gäste aus Hildesheim. Diese bekamen die #28 der Hauptstädter nie in den Griff. Auch dem Angriffsspiel der Invaders fehlte es an Durchschlagskraft, was insbesondere Gäste-Quarterback Zach Cavanaugh immer wieder zu spüren bekam und in arge Probleme brachte. Wie schon beim Heimspiel gegen den Deutschen Meister offenbarte der Aufsteiger große Schwächen beim Schutz seines Spielführers und dessen anschließendem Spiel durch die Luft. Den Pässen des starken Arms des US-Imports vermochten die Wide Receiver nicht zu folgen. So blieb nur das Laufspiel über ihn selbst oder Reggie Bullock und das war dementsprechend schnell zu durchschauen. So wunderte es nicht, dass das erste First Down erst Mitte des zweiten Spielabschnitts überhaupt erzielt werden konnte. Am Ende dieses Drives stand aber nur ein 41-Yard-Field Goal von Christian Besser. Beeindruckend war der 96-Yard-Kickoffreturntouchdown von Drew MacReynolds zum 16:10 Halbzeitstand.

Dass es auch anders geht, bewiesen die Gäste mit ihrem ersten Drive in der zweiten Hälfte, in dem sie den Ball fast über das ganze Spielfeld bewegten und dabei über sieben Minuten von der Uhr nahmen. Diese Serie wurde aber hauptsächlich vom zweiten US-Running Back Phillip Gamble getragen. Am Ende stand aber nur das zweite Fieldgoal zum 13:16 aus Sicht der Invasoren. Durch den 31-Yard-Kick von Christian Besser blieben die Invasoren nur kurzzeitig auf Tuchfühlung. Einen Offensivspielzug später brachten die Rebels die nächsten sieben Punkte auf das Scoreboard und waren endgültig auf der Siegerstraße.

Auch einen Fumble der Angriffswaffe Nummer Eins der Hauptstädter konnten die Hildesheimer nicht nutzen, sie wurden anschließend zum vierten Mal vom Platz geschickt, ohne ein First Down erzielt zu haben. Nach einer angetäuschten Ballüberübergabe stellte Terell Robinson den 30:13 Endstand her. Die Rebels ließen anschließend noch einige Spielzüge der Niedersachsen zu, aber nicht mehr.

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