Deutschland auch Dank Spieler des AFCVBB Europameister

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Es mag ja durchaus sein, dass in Berlin mit so unwesentlichen Dingen wie der S-Bahn oder dem Flughafen nicht so klappt. Aber dafür sind die Berliner Footballer um so erfolgreicher. Denn mit LB Mario Nowak, WR Danilo Naranjo González sowie DB Mario Schmidt (alle Berlin Adler) und LB Baris Atakan, WR Gregor Lietzau und OL Robert Hager (alle Berlin Rebels) standen gleich sechs Spieler der beiden Erstligisten im Kader der Deutschen Football Nationalmannschaft, die am Samstagabend im Wiener Ernst-Happel-Stadion gegen Österreich nach der zweiten Verlängerung mit 30:27 gewannen und so den EM-Titel erfolgreich verteidigten. Mit Defensive Coordinator Dogan Özdincer und OL-Coach Gerald Olszewski rundeten zwei Coaches aus der Bundeshauptstadt das Berliner Ensemble bei den „Men in black“ ab.

Für schwache Nerven war das EM-Finale in der Hauptstadt Österreichs allerdings nichts. Denn 27.000 Besucher sorgten nicht nur für eine stimmungsvolle Atmosphäre, sondern unterstützten das Team Austria mehr als nur lautstark. Kein Wunder, schließlich ging es nicht gegen den sportlichen Dauerrivalen, sondern auch darum, endlich mit den Herren zum ersten Mal Europameister zu werden. Mit den Junioren ist das dem kleinen Nachbarn aus der Alpenrepublik bereits zwei Mal gelungen. Doch bei den Herren hat man sich nun nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, zeigte mit einer starken Teamleistung, dass man zum ersten Mal in der Geschichte der „Men in Black“ den Titel verteidigen will und kann.

Schon die Vorteile in der ersten Hälfte hatten auf Seiten der Deutschen gelegen. Vor allem K/P/WR Jan Hilgenfeldt hatte den besseren Start in das Spiel gehabt als sein Gegenüber Clemens Erlsbacher auf österreichischer Seite. So war das Spiel vor allem im ersten Viertel von einem klassischen Kampf um die Feldposition geprägt. Während die Österreicher von Beginn an versuchten, tiefe Pässe, vor allem auf WR Laurinho Walch, anzubringen und damit erst zum Schluss des zweiten Viertels erstmals Erfolge feiern konnten, hatte das deutsche Team sich so bald die erste Großchance herausgearbeitet. Die nutzte QB Marco Ehrenfried mit dem ersten Touchdown-Pass auf WR Niklas Römer zum 7:0. Wenig später erhöhte DL Maximilian Wild auf 14:0, als er einen österreichischen Fumble zum Touchdown verwertete.

Danach kamen die Österreicher besser ins Spiel, verkürzten vor der Pause auf 9:14, um im letzten Viertel zwischenzeitlich 17:14 in Führung zu gehen. Die deutsche Mannschaft bewies aber Nervenstärke und schaffte viereinhalb Minuten vor Ende der regulären Spielzeit den 17:17-Ausgleich durch ein Field Goal von Jan Hilgenfeldt. In der Verlängerung sorgten WR Dominic Hanselmann und Römer dann mit ihren Touchdowns für den dritten deutschen EM-Triumph nach 2001 und 2010.

Text: Michael Hundt / AFVD

Finale Football-EM 2014: Österreich vs. Deutschland
Copyright: Michael Hundt

 

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