Rebels verschenken Sieg

Die Berlin Rebels trennen sich am Eröffnungsspieltag der GFL-Gruppe Nord von den Dresden Monarchs mit 21:21.

Selten zuvor waren die Voraussetzungen für einen Heimsieg gegen die Königlichen so günstig wie an diesem Sonntagnachmittag. Das Team der Hauptstädter, welches auf den wichtigen Positionen fast unverändert und zusätzlich durch wertvolle Neuzugänge verstärkt, in die zweite Saison ging, traf auf eine Mannschaft, die viele Abgänge und etliche Neuzugänge zu verzeichnen hatte.

Ein doch etwas überraschendes As holte Rebels Head Coach Kim Kuci zusätzlich noch aus dem Ärmel: Terell Robinson, eigentlich als Wide Receiver mit der Option verpflichtet, Darius Outlaw im kommenden Jahr als Quarterback abzulösen, ersetzte diesen bereits im ersten Match auf der Position des Spielmachers. Mit Robinson, Larry McCoy als Running Back und Samuel Shannon hatten die Rebellen nun sogar drei wendige und zugleich kraftvolle Athleten in ihren Reihen, die die Sachsen immer wieder stark unter Druck setzten. Deren Offense kam auch nicht so richtig ins Laufen. Wide Receiver Jan Hilgenfeldt, über Jahre eine „Bank“ im Spiel der Monarchs, wurde genauso schmerzlich vermisst, wie ein Import-Running Back a la Trevar Deed, der Spiel für Spiel mit schöner Regelmäßigkeit den gegnerischen Linien 100+ Laufyards „einschenkt“. Josef Bergeron, Neuzugang auf der Running Back-Position bei den Monarchs, verletzte sich bereits im ersten Drive und schaute sich den Rest des Spiels von draußen an. (Foto: frtp.de_Dannhaus)

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Die ersten Punkte des Spiels erzielte Larry McCoy mit Lauf über zwei Yards (PAT Max von Wachsmann). Outlaw, als Wide Receiver auf dem Platz, erhöhte nach Pass über sieben Yards von Robinson auf 14:00 (PAT von Wachsmann.) Die Monarchs mussten nach dem Ausscheiden von Bergeron ihr Heil im Passspiel suchen und das gelang ihnen mit zunehmender Zeit besser. Noch vor dem Halbzeitpfiff fing Hendrik Hinrichs einen 21-Yard-Pass vom Neuzugang auf der QB-Position Brandon Connette und verkürzte auf 06:14 aus Sicht der Gäste.

In der zweiten Spielhälfte schlichen sich vermehrt Nachlässigkeiten und Undiszipliniertheiten bei den Gastgebern ein, für die diese letztendlich noch bezahlten. Nicht nur, dass die Rebellen insgesamt 185 Yards an Strafen sammelten. Wegen zweier Unsportlichkeiten wurden jeweils die Linebacker Rick Baunacke und später auch Baris Atakan vorzeitig zum Duschen geschickt. Diese werden den schwarz-silbernen mindestens für ein weiteres Spiel fehlen.

Dieselbe Kombination, die für die ersten sächsischen Punkte gesorgt hatte, schlug im dritten Viertel erneut zu. Diesmal ging der Pass über sieben Yards (Conversion Connette auf Sebastien Sagne.) Für die erneute zwischenzeitliche Führung sorgte anschließend erneut McCoy mit kurzem Lauf (PAT von Wachsmann.) Bis 90 Sekunden vor Spielende sahen die Rebels dann wie der sichere Sieger auf, weil sich die Dresdner zwar mühten, aber nicht so souverän aufspielten, wie bei ihren letzten Gastauftritten. Der letzte Drive erinnerte dann wieder an alte Stärke. Brandon Cornette führte seine Offense fast über das gesamte Feld und überwand die letzten Yards zum Ausgleich mit Ball in der Hand (PAT Franz Kammel.)

Mit dem 21:21 haben die Rebels, wenn man die Papierform betrachtet, einen wichtigen Punkt gewonnen – dem Spielverlauf nach haben sie einen Punkt verloren, denn an diesem Tag war definitiv mehr drin. Mehr Fotos von diesem Spiel gibt es hier.

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