BIG EAST is back – Aufstieg in die A-Gruppe gelungen

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Am Sonntag, 29.10.2017 um 17:05 Uhr war es soweit, unbändiger Jubel bei den Spielern der BIG EAST, den mitgereisten Cheerleadern, den Helfern und Betreuern sowie auch bei den Coaches. Der maximale Erfolg, der erhoffte Aufstieg unter die sechs besten Auswahlteams Deutschlands war gelungen, doch der Reihe nach.

Bereits schon zum Frühstück ab 8.30 Uhr spielte das „Clock-Management“ eine entscheidende Rolle und wurde nach Bedarf an die Situationen vor Ort angepasst, denn das Team, welches im Hotel auf seinen Auftritt wartete, stand mit den Coaches am Spielort telefonisch in Verbindung und fuhr dann auch erst kurz vor Spielbeginn bereits umgezogen zum Austragungsort, um sich auf die Minute genau warm zu machen.

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Routiniert ging es dann ins Spielgeschehen, wo es dann auch die Defense der Big East war, welche gleich im dritten Spielzug des ersten Spieles gegen die Auswahl aus Sachsen, einen Fumble verursachte, der zum Touchdown in die Endzone getragen wurde. Die 2-Point-Conversion wurde von den Saxon Knights gut verteidigt und somit abgewehrt. Kurze Zeit später musste dann auf der QB-Position, leider verletzungsbedingt, gewechselt werden. Da der eigentliche Starting QB wegen Krankheit bereits in Berlin bleiben musste, waren jetzt die Offense Line und die Runningbacks umso mehr gefordert, ihren neuen Quarterback zu unterstützen. An dieser Stelle blitzte dann auch das erste Mal die Stärke der BIG EAST auf, Ruhe und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu setzen. Die sächsische Auswahl bemühte sich redlich, konnte aber aufgrund einer extrem starken Defense-Leistung keine Punkte erzielen. Unserem Team gelang es, im 4. Quarter noch ein Fieldgoal zu erzielen, sodass es am Ende 9:0 für Big East hieß.

Nach einer kurzen Pause ging es dann im zweiten Spiel gegen Hessen, die Hessen:Pride. Hessen musste gewinnen, da sie im ersten Spiel nach 14:0 Führung mit 14:15 gegen die Saxon Knights verloren hatten. Entsprechend motiviert gingen die Hessen in die Partie, aber wieder war es die Defense, die Punkte verhinderte, sodass es nach dem 1. Quarter 0:0 stand. Im 2. Quarter gelang uns durch einen gut taktisch vorbereiteten und technisch perfekt ausgeführten Trickspielzug der einzige Touchdown des Spiels. Dank sicher verwandeltem PAT stand es damit 7:0 für die Big East. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit wurden die Bemühungen der Hessen immer druckvoller, wodurch es auch immer wieder zu Strafen gegen Hessen kam. Trotz einiger unangenehmer Fouls behielten die Spieler der BIG EAST die Nerven und konnten so die Yards für sich einstreichen. Im weiteren Verlauf des Spiels wurde ein tiefer Pass unmittelbar vor der eigenen Endzone abgefangen. Die Offense, die nun gefordert war, behielt die Nerven und konnte trotz des enormen Drucks den Ball behalten, sodass die Hessen nur zu einem Safety kamen. Beim Spielstand von 7:2 und in guter Feldposition war es weiterhin die Offense, die das Spiel gestaltete und Zeit von der Uhr nahm.

Beim Stand von 7:2 wurden ein letzte Mal die Seiten gewechselt. Im 4. Quarter entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen beiden Teams, bei dem allerdings die starke Defense der Big East die Oberhand über die Offense der Hessen behielt, während die Offense in der Lage war, einige Male die Defense zu entlasten. Kurz vor Ende des Spiels näherten sich die Hessen dann aber doch noch einmal gefährlich der Endzone von Big East. Da ein Fieldgoal nicht gereicht hätte, wurde der lange vierte Versuch ausgespielt. Der QB der Hessen:Pride musste selber laufen, weil es einfach keine freien Wide Receiver gab. Er hätte es auch fast in die Endzone geschafft, aber der Defense Pursuit stoppte ihn auch bei diesem letzten Versuch. Da nur noch wenige Sekunden zu spielen waren, Hessen keine Timeouts mehr hatte, wurden kurz danach die letzten Sekunden im letzten Spielzug abgekniet.

„Ich bin sehr stolz auf die Jungs, die hier einen verdammt guten Job gemacht haben. All die Bemühungen der Coaches haben dazu geführt, dass hier ein Team zu einer eingeschworenen Gemeinschaft geformt wurde, die sich durch nichts hat beirren lassen und gerade deswegen den Turniersieg und den Aufstieg in die Gruppe A verdient hat!“, so Vizepräsident Matthias Wolfram, der persönlich in Gießen vor Ort war, um bis zum Schluss die Mission Wiederaufstieg zu begleiten.

„Wer hätte gedacht, dass wir so erfolgreich sein werden? Als Turniersieger hatte uns bestimmt keiner auf dem Plan“, resümiert HC Martin Lutzke den Erfolg und ergänzt: „There is no ‚I‘ in team. Dieser Spruch ist so alt wie das Spiel selber, aber heute haben die Spieler aus Berlin und Brandenburg ein absolut vorbildliches Beispiel dafür abgeliefert. Um die Spielzeit von jeweils 4×8 Minuten zu meistern, haben wir von Anfang an unsere Spieler rotieren lassen, und die Spieler haben das auch sehr gut umgesetzt. Das WIR-Gefühl dieser Auswahl habe ich in den 13 Jahren davor, selbst 2004, so noch nicht erlebt. Das rechtfertigt die getroffenen Maßnahmen noch einmal nachträglich. Die Leistung jedes einzelnen Coaches und Betreuers kann man nicht hoch genug anrechnen, vor allem, dass sich jeder bedingungslos in den Dienst der Sache gestellt hat, rechne ich jedem persönlich sehr hoch an.“

Nach dem Turnier wurden zur Überraschung aller Spieler noch Pokale für die folgenden MVP-Awards vergeben:

Bester Offense Lineman:                   Anton König – Berlin Rebels             A-Jugend

Bester Defense Lineman:                  Caner Said – Berlin Rebels               A-Jugend

Bester Spieler Offense:                      Elias Nikroo – Berlin Rebels              B-Jugend

Bester Spieler Defense:                     Baran Celik – Berlin Adler                 A-Jugend

Bester Spieler Special Teams:          Paul Rubelt – Frankfurt/Oder RC       A-Jugend

Bester Spieler Team:                         Niklas Goike – Berlin Adler                A-Jugend