Böse Schlappe für die Bulldogs

Veröffentlicht von

Die Spandau Bulldogs verlieren am Sonntagvormittag ihr erstes Heimspiel in der GFL-Juniors gegen die Dresden Monarchs mit 03:55 und sind somit weiterhin Tabellenletzter der Gruppe Nord. Ausschlaggebend für die Niederlage gegen den Tabellenführer waren vor allem drei Aspekte: Die Vorstädter fanden nie ein Mittel gegen den Starting Running Back der Gäste. Das Team häufte 120 Yards Strafen an. Was aber wohl am schwersten wog war, dass der eigene Angriff zu keinem Zeitpunkt des Spiels in der Lage war, den Ball in den eigenen Reihen zu behalten. Fumbles und Interceptions waren Ergebnis des enormen Drucks, den die D-Line ständig auf ihre Gegenüber ausübten. Vor allem Christoph Richter überragte alle seine Mit- und Gegenspieler und das nicht nur optisch.

Auf der Gegenseite zeigte bereits der erste Drive der Gäste, womit der Tabellenletzte des Vorjahres auch in diesem Spiel wieder leben musste. Kein Druck der eigenen D-Line bedeutete, dass Yazan Nasser mit der Spandauer Abwehr machen konnte, was er wollte. Über 100 Laufyards und vier Touchdowns waren die Ausbeute des klein gewachsenen Ballträgers der Goldhelme. Im Ergebnis kamen so bis zur Mitte des dritten Viertels allein schon 34 Punkte zusammen, ein Touchdown resultierte aus einem Pass des Quarterbacks der Sachsen auf seinen Wide Receiver mit der # 88. Neben Konrad Tebmar fing im Schlussabschnitt auch Manuel Behrends einen Pass von Rick Arnold. Bis zu diesem Zeitpunkt kamen die Gastgeber nur selten aus ihrer eigenen Hälfte. Für die Bulldogs reichte es lediglich zu einem 32-Yard-Field Goal, auf der Gegenseite trugen sich anschließend noch zwei Verteidiger der Königlichen in die Scorerliste ein.

Spandaus Defense Coordinator Robert Melzer meinte nach der Niederlage: „Im Gegensatz zu den Dresdnern, die in diesem Jahr viele Seniors in ihrem Team haben, spielen bei uns viele Neulinge und ehemalige B-Jugendspieler. Alle haben in den letzten Wochen große Fortschritte gemacht und diese waren über große Zeiträume auch schon zu sehen. Für uns kommt es vor allem darauf an, auf beiden Seiten des Balles Kontinuität in unser Spiel zu bekommen.“ Eins ist nach der zweiten Niederlage der Spandauer in diesem Jahr bereits jetzt klar: Auch im dritten Jahr der Zugehörigkeit zur höchsten deutschen Jugendliga werden es die Vorstädter schwer haben, mit der Konkurrenz mitzuhalten.