Vorbereitungen der Thunderbirds laufen auf Hochtouren

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Am letzten Wochenende war die Herrenmannschaft der Berlin Thunderbirds zu Gast im Haus der Sportjugend auf dem Olympiagelände, um dort ihr saisonvorbereitendes Trainingscamp abzuhalten. Über dreißig Spieler trainierten unter der Anleitung von drei Trainern vormittags auf dem Rasenplatz nahe der Geschäftsstelle des AFCVBB e.V. im Olympiapark, am Nachmittag stand dann gleich die Videoauswertung des Vormittags auf dem Programm. Abends war dann Zeit für Teambuilding bei Billard, Kicker und Tischtennis. Da das Wetter mitspielte, das Essen sehr gut war und die Ausstattung der Theorieräume keine Trainerwünsche offenließ, waren alle zufrieden.

Ob auch Martin Lutzke, Head Coach des Aufsteigers in die Oberliga Ost, mit dem Camp zufrieden war, zeigt nachfolgendes Interview.

Frage: Rundum gelungenes Camp? Ist Dein Plan aufgegangen?

Antwort: Das Camp war wirklich gut und ich denke, wir sind ein Stück weitergekommen.

Frage: Kann man eine Mannschaft wirklich auf den Abstiegskampf vorbereiten und wie trainiert man das eigentlich?

Antwort: Das wichtigste ist, dass die Jungs wissen, dass es so kommen wird, man also selbst auch etwas dagegen tun kann. Würde ich von Platz vier reden und wir würden dann am letzten Spieltag unter Druck stehen, würden wir glatt absteigen. Klar, wenn Du für eine Liga viel zu schwach bist und somit dort einfach nichts zu suchen hast, dann spielt man eben nur mit Anstand das Jahr zu Ende und gut ist. Solange man aber eine Chance hat, sollte man auch sehen, sie selbst aktiv zu nutzen. Auf beide Fälle sollte man als Spieler eines Aufsteigers vorbereitet werden, damit man nicht überrascht wird, mit dem Druck nicht mehr klarkommt und plötzlich einfachste, vermeidbare Fehler macht.

Frage: Dabei kommt es im Team doch auf jeden Spieler an, oder?

Antwort: Genau, deshalb haben Coach Sörensen, Coach Schwabe und ich mit allen Spielern Einzelgespräche geführt, um auch sicher zu sein, dass jeder Spieler weiß, was er beizutragen hat und sich seiner Rolle und Verantwortung auch bewusst ist. Als Coach muss man auch immer sehen, dass im deutschen Freizeitfootball die Spieler aus Spaß spielen.

THBCAMP-Seniors

Frage: Diese Gespräche gingen an beiden Tagen bis nach Mitternacht, wann wurde geweckt?

Antwort: Das konnten die Spieler selbst entscheiden, jedenfalls waren zum Frühsport um 7.00 Uhr alle da und somit nach dem gemeinsamen Frühstück auch bei der Trainingsvorbesprechung um 8.45 Uhr. Um 10.00 Uhr begann dann jeweils das Training auf dem Platz.

Frage: War das dann ein „normales“ Training oder macht man das im Camp anders?

Antwort: Das hängt von der Zielsetzung ab. Wir haben viele Neulinge einzubauen und so nah wie möglich an die Stammspieler heranzubringen. Ebenfalls müssen wir die Starter in den Rhythmus bekommen. Vor allem aber ist das andere Timing auf Naturrasen ein Thema für uns, da wir ja nur auf Kunstrasen trainieren. Kontakt haben die Jungs genug im Training auf dem Platz oder beim Formtackling in der Halle.

Frage: Was wurde sonst noch gemacht?

Antwort: Es wurden noch die Mannschaftskapitäne gewählt und die Spielbetreuung besprochen. Die Regeländerungen 2016 wurden thematisiert, Spielerfotos für die Homepages gemacht und jede Menge über Plays im Detail debattiert.

Frage: Was war für Dich das wichtigste Ziel in diesem Camp und hast Du es erreicht?

Antwort: Die richtige Mischung vor Ort zu finden – zwischen Anforderung, ohne zu überfordern sowie dem was wir uns für das Camp inhaltlich vorgenommen hatten – und natürlich keine ernsthaften Verletzungen dort zu bekommen. Aber wir sind da angekommen, wo ich zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung auch sein wollte. Bis zu den für uns wichtigen Spielen um den Klassenerhalt ist es ja noch etwas hin.

Text und Foto: Berlin Thunderbirds